04 Januar 2015

Welcome 2015!

Die guten Vorsätze gehören wohl genauso sehr zum Jahreswechsel wie Sekt trinken und Chinaböller.
Ein Jahr ist vergangen, das nächste klopft bereits voll Erwartung an die Tür. Wir lassen das Jahr Revue passieren und denken darüber nach, was für Fehler wir gemacht haben und was wir verbessern können. An die schönen Dinge, die passiert sind, denken wir zu wenig. So ist es leider meistens.

Wir haben neue Menschen getroffen, haben kleine wundervolle Momente mit Menschen erlebt, die wir lieben, die Partys auf denen wir waren, die Küsse, die wir bekamen, die Momente, in denen wir uns in den Armen lagen, die Erfolge die wir gefeiert haben, jedes Lächeln, das wir erhielten, jedes Lächeln, das wir gaben, jedes Klirren beim Anstoßen, jedes Lachen, bei dem wir am Ende mit Bauchschmerzen auf dem Boden lagen, jedes Essen, das wir genießen konnten, jeder Arbeitstag, der nicht einfach war aber wir trotzdem gemeistert haben, die schönen Tage, an denen man von den ersten Sonnenstrahlen wach gekitzelt wurde. An all diese Momente sollten wir uns erinnern.

Und schon rücken die guten Vorsätze in ein ganz anderes Licht. Sie werden zu Zielen, die wir uns setzen um das neue Jahr noch besser machen zu können als das Alte schon war. Vielleicht sollte man sich nur einen Vorsatz nehmen, eine Sache, die man wirklich ändern möchte. Und alles andere sollten nur schöne Dinge sein. In ein fernes Land reisen zum Beispiel, oder alte Freunde besuchen, eine Weiterbildung machen. Wenn man sich nur einen Vorsatz nimmt, hat man glaube ich bessere Chancen, das ganze wirklich durchzuziehen. Mal ehrlich - jeder von uns hat mit Sicherheit eine schlechte Angewohnheit, die man vielleicht gerne ändern möchte - sei es zu viel auf der Waage, Rauchen, Trinken, zu viel Geld ausgeben oder oder oder....

Mein persönlicher Vorsatz fürs neue Jahr ist gesünder leben und mehr Sport treiben.

Für Jetzt gibt's Beef! wünsche ich mir ein paar Dinge, die ich in diesem Jahr erreichen möchte. Ich wünsche mir für das neue Jahr viele Mottoshootings und hoffe, dass noch mehr interessante Menschen auf mich zukommen, die einen speziellen fotografischen Wunsch umsetzen möchte. Auch in andere Bereiche mal einzutauchen fände ich interessant.

Aber mein großes Ziel in diesem Jahr wird sein, endlich ein Homestudio zu besitzen und dafür wird viel Zeit und Mühe investiert werden, euch auch bei schlechtem Wetter eine schöne und vor allem flexible Location bieten zu können.

Es wird in diesem Jahr wieder zahlreiche Konzeptbilder geben und ich hab auch bereits für eine neue Bilderreihe á la Alice im Wunderland neue Ideen. Aber das verrate ich noch nicht!

Ich sehe dem neuen Jahr mit Freude und nicht mit Missmut entgegen und freue mich auf alles, was mich erwartet. Ich hoffe euch es geht es ähnlich.

Zeit anzustoßen auf ein Jahr voller Abenteuer und Momenten für die Ewigkeit!

28 Dezember 2014

Goodbye 2014!

2014 neigt sich dem Ende zu und ich mache mir wie jedes Jahr Gedanken.
War das Jahr gut? War ich zufrieden mit dem, was ich erreicht habe? Hab ich die Zeit genutzt und gleichermaßen auch genossen?
Ich glaub pauschal davon zu sprechen, dass ein Jahr gut war, ist fast nicht möglich, da es aus so vielen kleinen Momenten besteht, von denen mit Sicherheit viele sehr wundervoll waren. Und diese wundervollen kleinen Momente sind hauptsächlich den Menschen, mit denen wir sie verbringen, zu verdanken. Für mich ist meine Familie das wichtigste auf der Welt. Diese Menschen sollte man niemals vergessen oder zu kurz kommen lassen und ihnen zu jederzeit sagen, wie froh und dankbar man ist, sie zu haben. Leider tut man das viel zu selten. Ich freue mich auf ein neues aufregendes Jahr mit all diesen Menschen und auch mit denen, die ich noch kennen lernen werde.

Wenn ich auf das Jahr 2014 fotografisch zurückblicke, fallen mir drei Dinge ein, die besondere Höhepunkte für mich dargestellt haben und dazu möchte ich euch eine kleine Zusammenfassung schreiben. Was waren eure Höhepunkte? Habt ihr etwas besonderes erlebt oder erreicht? Euch vielleicht ein lang gesetztes Ziel erfüllt?


1. Gewerbeschau in Wörth an der Donau

Anfang des Jahres habe ich von der Stadt Wörth eine Einladung zur Gewerbeschau bekommen. Ich war erstmal ganz schön aus dem Häusschen, denn ich hab mich riesig geehrt gefühlt. Das lag daran, dass ich mit meiner etwas ausgeflippten und "absonderlichen" Art von manchen Leuten nicht ganz ernst genommen werde, speziell Behörden und Menschen mit - Pardon! - einem "Stock im Arsch" tun sich da oft schwer. Diese Einladung hat mir gezeigt, dass es auch anders geht. Die Vorbereitungen haben mich ganz schön aufgefressen, denn ich wollte alles richtig machen aber das gelingt beim ersten öffentlichen Auftritt von egal was NIE. Standplanung, Bilderauswahl, Programm, Stellwände, Dekoration und und und. Ich war monatelang damit beschäftigt alles zu perfektionieren. Aber Hey, perfekt gibt es ja sowieso nicht. Im Juni war es dann soweit. Ich glaub ich konnte mich zwischen den ganzen alt eingesessenen Betrieben und Gewerben, die anwesend waren, ganz gut behaupten und hatte einen Menge Spaß mit ganz vielen entzückenden Menschen, die ich kennen gelernt habe. Die zwei Tage waren mega anstregend und das Wetter hat auch nicht ganz mitgespielt (einmal war es mega heiß und einmal hat es wie aus Eimern geschüttet) aber im Großen und Ganzen würde ich das auf jeden Fall als Erfolg verbuchen. Und das wichtigste: Ich war dabei, hab eine neue Erfahrung gemacht und hatte Spaß. Und das ist viel wichtiger als alles andere. Wer keine Zeit für Spaß findet, hat im Leben verloren.

2. Alice im Wunderland Projekt

Das Jahr über saß ich immer wieder an meinem Masterprojekt, das mir mehr als alles andere am Herzen lag. Alice im Wunderland. Ich hab mich in dieser Geschichte gleichermaßen verloren wie auch wiedergefunden. Manchmal kann man sich als Ausstehender schlecht vorstellen, was alles zu so einem Projekt dazu gehört und es fällt einem schwer nachzuvollziehen, warum es so aufwendig ist. Der größte Brocken des Projekts, die Mad Teaparty ist nun endlich im Kasten. Das war mitunter der schwierigste und anstrengste Teil. Kostüme designen und schneidern, Requisten basteln und ranschaffen, die Planung der Cupcakes, Locationsuche, Termin mit Models und den restlichen Beteiligten finden, Umsetzung, Wetter, an so viele Dinge musste gedacht werden. Das schwierigste war am Ende tatsächlich das Wetter, aber wir hatten an dem einen Tag unendlich viel Glück. Einer der letzten schönen Sommertage. Ein weiteres Problem tat sich auf, als ein Model absprang, nähres dazu könnt ihr in einem früheren Post lesen. Schlussendlich war es ein erfolgreiches Shooting und alle Beteiligten haben ihr Bestes gegeben um mein Projekt zu realisieren. Ich bin sehr froh, dass ich es genau mit den Menschen umsetzen konnte, die letztendlich auch beteilgt waren. Sie haben in ihren Rollen wirklich geglänzt und ich glaube auch, dass es auch euch Freude bereit hat, die fertigen Bilder zu betrachten.

3. Erste Hochzeit

Im Sommer wurde ich von einem sehr netten Mädchen für ihre hoffentlich einzige und meine erste Hochzeit gebucht! Das war eine richtige Premiere für mich und ich war monatelang wirklich aufgeregt deswegen. Man sollte anmerken, dass die Hochzeit erst im Oktober war. Darüber gabs übrigens auch bereits einen Post. Ich bin ja schon ein heimlicher Fan von Happy Ends, Tränen und Emotionen, deshalb hat mich diese Hochzeit wirklich berührt und ich hoffe, dass es nicht meine letzte war. Dieser Tag hat mir auch gezeigt, dass man planen kann so viel man will, wenn es doch anderes kommt, muss man eben flexibel sein. So ging es uns mit dem tatsächlichen After Wedding-Shooting. Uns wurden Fotos bei der eigentlich geplanten Location verwehrt, weshalb wir auf einer Wiese und einem Spielplatz improvisiert haben. Und wisst ihr was? Ich glaube die Bilder hätten gar nicht besser werden können, wenigstens konnten wir dort nämlich machen, was wir wollen ohne auf irgendwelche Leute groß Rücksicht nehmen zu müssen. Ich wünsch euch nochmal alles Gute ihr Zwei, ihr seid ein tolles Paar!

Ein großes Dankeschön an alle Menschen, mit denen ich 2014 verbringen und zusammen arbeiten durfte, an alle Kunden, die mir ihr Vertrauen entgegen gebracht haben und alle Fans, Freunde und die Familie, die mich unterstützen. Ich wünsche euch nur das Allerbeste, viel Glück, Erfolg, Liebe und vor allem Gesundheit im neuen Jahr!

10 November 2014

Review - Design-Messe: Du bist so Dilly Dally!

Im konservativen, künstlerisch unterbelichteten aber dennoch schnuckeligen Regensburg gab es am vergangenen Wochenende eine kleine Sensation: die Dilly-Dally-Design-Messe fand zum 3. Mal mit einem riesigen Erfolg in der RT-Halle statt.

Es fällt mir wahnsinnig schwer diese riesige Flut an wundervollen Dingen und Menschen in Worte zu fassen und euch irgendwie näher zu bringen, sodass ihr euch auch nur im entferntesten vorstellen könnt, was ihr verpasst habt! Aber weil "Probieren über Studieren" einer meiner Leitsätze ist, versuch ich mal mein Glück:

Mehr als 80 Aussteller präsentierten ihre zuckersüßen, raffinierten und wundervollen Ideen, Konzepte und Designs. Es wurde getrunken, gegessen, gebastelt, genäht, Musik gespielt, geplaudert, gemalt und natürlich viel gekauft! Alle Produkte waren nicht nur fabelhaft designed, sie wurden auch noch traumhaft präsentiert.

Die Verwirklichung und der Ideenreichtum auf dieser Messe war unglaublich beeindruckend und hat selbst mich (ich würd mich schon als kreativen Kopf bezeichnen) blass (das bin ich zwar eh immer! c;) aussehen lassen.

Eine Messe für all die kreativen Köpfe, für Menschen, die an ihre Träume glauben und Persönlichkeiten, die etwas gutes tun möchten. Eigentlich war es eher weniger eine Messe als ein kreativer Ideenaustausch mit viel guter Laune und Individualitäten, untermalt von feinster Vinylmusik. Die gesamte Veranstaltung wirkte eher wie ein gemütliches Beisammensein unter Freunden.

Für die Warteschlangen am Eingang gab es sanften Gitarrensound, begleitet von einer zauberhaften Stimme um den Besuchern die Zeit zu versüßen. Menschen mit einem Hang zum Stöbern fanden bei DillyDally ein wahrhaftes Paradies.

Abgesehen von vielen Ausstellern gab es für die DIY-Fans eine spezielle Area, in der man selbst Hand an legen konnte beim Stricken, Nähen oder Basteln von kleinen Lederaccessoires. In der Design-Kantine konnte man für ein Weilchen in einem bequemen Sessel mit einem Kaffee entspannen und die Atmosphäre auf sich wirken lassen.

Für jeden Geschmack hatte DillyDally etwas zu bieten:
Spaß für alle gab es in der Fotobox, bei der man sich mit lustigen Accessoires von der reizenden April Santiago spontan ablichten lassen konnte. Für Schmuckliebhaber gab es viel zu entdecken, von filigran bis ausgefallen, von recycelt bis für-einen-guten Zweck, es gab zierliche, verspielte Stücke und Schmuck aus den verschiedesten Materialien.
Für Besucher, die lieber gut bekleidet von der Messe gehen wollten, gab es sowohl für Männlein als auch Weiblein etwas zu sehen. Es traten Designer auf, die raffinierte, ausgefalle Schnitte präsentierten, Fair-Trade-Mode, witzige Drucke, oder Recycling-Wear.
Wer eher an neuen Accessoires interessiert war, hatte ebenfalls eine riesen Auswahl zu durchforsten. Ledertaschen und Geldbeutel, extravagante Schlüsselanhänger, ausgefallene Gürtel, Unikate aus zusammengewürfelten Recyclingstoffen oder originellen Mützen.
Den Kunstliebhaber konnte man ebenfalls beglücken mit einer bunt zusammen gewürfelten Mischung aus Fotografien, Vintage-Artworks, gemalten Bildern und ausgefallenen Popart-meets-Pinsel-Werken.

Was mich persönlich aber am meisten beeindruckt hat, war die Arbeit von so manchen Künstlern, die mit grandiosen Ideen Dinge schufen mit Materialien, die jeder andere Mensch einfach entsorgt hätte. Ein Künstler aus Karlsruhe hat beispielsweise aus dem Rückenteil eines Ordners und mithilfe eines Hosenträgers ein verschließbares Notizbuch gezaubert. Noch beeindruckender fand ich allerdings was aus Porzellan herausgeholt wurde: Lampenschirme aus Tassen, Teller kombiniert mit dem Verschluss eines Ordners, die beispielsweise als Schlüsselbrett dienen konnten. In diese Porzellan-Zauberstücke hab ich mich richtig verliebt, vielleicht weil es mich ein bisschen an Alice im Wunderland erinnert hat.
Es gab noch viele weitere ähnlich ausgefallene Ideen. Wenn ich über alles schreiben würde, wäre ich morgen noch nicht fertig. Außerem hab ich langsam echt Schwierigkeiten entsprechende Adjektive zu finden. Deshalb lasst euch einfach von den Bildern auf meiner Facebookseite inspirieren und legt euch ne Erinnerung im Kalender für nächstes Jahr!
Die Links zu einem Teil der Aussteller findet ihr übrigens in Facebook bei den entsprechenden Bildern.

Von der Messe kann man eine Sache definitiv mitnehmen: man kann aus allen Dingen etwas neues zaubern und sei es noch so surreal im ersten Augenblick. Wenn man eine Idee hat und sich dahinter klemmt, sind einem keine Grenzen gesetzt.

Fazit: wir brauchen mehr davon! Ich habe einiges an Inspiration mitgenommen und werde in Zukunft zweimal nachdenken, bevor ich mich von Dingen entledige. Kreativität ist überall. Man muss nur offen und aufmerksam dafür sein.

Schönen Wochenstart ihr Lieben ♥