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09 Oktober 2014

Making of! - Die kleine Meerjungfrau

Bei diesem Konzept war es mir, wie sonst auch, sehr wichtig, dass das komplette Kostüm selbst gemacht ist (abgesehen von dem Dreizack, den habe ich tatsächlich gekauft). Deshalb hab ich mich von Anfang an dazu entschieden, keine fertige Flosse zu kaufen, sondern selbst eine anzufertigen. Das komplette Kostüm ist eine Eigenkreation (außer der Kopfschmuck, das Tutorial hierfür stammt von Laura Helena). Darauf bin ich sehr stolz, denn meistens lasse ich mich von anderen Menschen, Zeitschriften oder Filmen inspirieren. Ich denke, dass kann jeder kreative Mensch nachempfinden.

Das Grundkonzept der Meerjungfrau war so etwas wie eine kleine Arielle. Eine hübsche Meerjungfrau, ganz schlicht mit Schwanz und Muscheloberteil. Da mir das für meine Art von Arbeiten irgendwie zu langweilig schien dachte ich weiter und beschloss das Bild einer ehrfurchtgebietenden Kriegerin zu erschaffen. Doch warum nicht beides?

Mein Fischschwanz besteht aus Stoff. Der Innenstoff der Flosse ist mit starker Vlieseline verstärkt, damit sie nicht so wabbelig wurde. Der dunkelblaue Tüll, der die Flosse umsäumt war Restmaterial, welches noch in einer der vielen Stoffkisten rum lag. Der gesamte Fischschwanz wurde aus einem Hollogrammstoff mit aufgedruckten Schuppen angefertigt, welcher superschön in der Sonne schimmert und durch das Elasthan perfekt anliegt. Sandra "Ich fühl mich wie eine echte Meerjungfrau mit dem tollen Stoff!"

Die einzige Schwierigkeit bestand beim tatsächlichen Schwimmen darin, dass sich der Stoff, vor allem die Flosse, ständig mit Wasser vollgesogen hat, sodass mein armes Model immer wieder mit dem Untergehen zu kämpfen hatte. Aber frei nach dem Motto "Wer schön sein will muss leiden", hat sie sich angestrengt und das ganze wundervoll umgesetzt. Es war wirklich eine tolle Zusammenarbeit.


Das Bikinioberteil besteht im Endeffekt nur aus zwei großen Muscheln, in die Löcher gebohrt wurden. Anschließend haben wir eine Paketschnur eingefädelt, verknotet und schon war das Oberteil fertig. Die Muscheln waren auch der Hauptgrund, warum ich ein Model mit kleinerer Körbchengröße gesucht habe, da ich die Muscheln nicht noch verändern wollte. Die fertigen Bilder sollten an ein Fantasiegeschöpf erinnern, da konnte ich keine riesen Oberweite gebrauchen, die vom eigentlichen Thema ablenkt ;)

Über das Headpiece habe ich ja bereits schon mal ein Tutorial geschrieben.


Die Schulterpanzer für das Wächterbild waren etwas tricky. Sie bestehen tatsächlich aus den zwei Teilen einer echten Muschel, die wahnsinnig schwer war, aber relativ genau auf die Schultern passt. Wir haben zuerst versucht hier ebenfalls Löcher zu bohren, aber die Muschelwand war einfach zu stabil. Also hat die gute alte Heißklebepistole das Problem lösen müssen. Wir haben einen alten Gürtel zerschnitten und diesen als Schlaufe an die Muschel angeklebt. Die hab ich auf den Bildern natürlich wegretuschiert ;)
Um das ganze Konzept der Wächterin/Kriegerin noch besser zu unterstreichen habe ich aus einem übriggebliebenen Netzstoff eine Art "Kettenhemd" gebastelt.

Last but not least - das Make-up. Hierum hat sich das Model, die liebe Sandra selbst gekümmert. Aus einer kleinen Auswahl an passenden Inspirationen hat sie eine ganz eigene Kreation aus wunderschönen blau-grün Tönen geschafffen. Uns war hierbei nur sehr wichtig, dass es nicht direkt nach Makeup aussehen, sondern wirklich Schuppen ähneln sollte. Da hatte Sandra auch die passende Idee; über einen Netzstumpf pinseln! So entstand das wundervolle Muster. Das ganze wurde mit Spray fixiert und hat sogar nach dem Tauchen noch ziemlich gut gehalten.

Das war sicherlich nicht meine letzte Arbeit aus dem Fantasybereich, ich hab sehr gefallen am Basteln gefunden und meine Schneiderin ist immer für neue Herausforderungen offen.

Zum Schluss möchte ich mich nochmal beim Freibad Falkenstein bedanken, die mir die Chance gaben, dort Unterwasserbilder zu schießen. Ich habe von dem netten Herren sogar eine Taucherausrüstung bekommen, damit ich unter Wasser bleiben konnte. Es hat so viel Spaß gemacht und so konnten wir einen der letzten warmen Augusttage wunderbar nutzen.


04 September 2014

Tutorial - DIY - Headpiece "Herbst"

Okay, der Sommer ist wohl eindeutig vorbei und der Herbst hält Einzug. Man merkt es zwar vor allem an der natürlichen Veränderung vor unseren Fenstern, aber auch die gesamte Konsumgesellschaft zieht mit; Lebkuchen, lange Kleidung, Pelz, braune Farben. Das brachte mich auf eine neue Bastelidee: einen Herbsthaarschmuck.

Weil ich mal wieder viel zu viel einkauft habe, hab ich gleich zwei gebastelt und mir gedacht, ich schreibe euch ein kleines Tutorial dafür, nicht weil ich super gut drin bin, sondern weil es mir einfach riesen Spaß macht :D

Achja: SAFETY FIRST: Passt bitte mit dem Heißkleber auf, das ist wirklich kein Spielzeug. Ich hab meine Bastelstunde mit einer dicken Kriegsverletzung beendet.


♦ Pömpöse Herbstkrone ♦

Was ihr braucht:
♦ einen Flechtkranz (Depot) -> auf eine anständige Größe achten, damit der Kranz gut sitzt
♦ diverse Herbstdeko: Blumen, Getreide, Beeren, Blätter (Kik, Depot usw.)
♦ Blumendraht
♦ Heißklebepistole
♦ Zange + Schere

1. ihr nehmt Blumendraht und baut einen Halbkreis auf den Kranz, sodass ihr später noch etwas nach oben "anbauen" könnt.

2. ihr zwickt mit der Zange von den Blumengestecken etc. die Teile ab, die ihr verwenden wollt (zwickt nicht zu knapp ab, damit noch etwas Draht übersteht). Habt ihr nur Einzelteile gekauft, könnt ihr euch den Schritt schenken ;)
 

3. als nächstes fangt ihr an den Kranz mit Blättern zu umkleiden. In der Regel haben diese Kunstblumengestecke selber einen recht stabilen Draht eingearbeitet, sodass ihr die Blätter recht gut um den Kranz wickeln könnt. Richtet die Blätter ein wenig nach, falls welche wegstehen oder Bereiche zu große Lücken aufweisen. Daraufhin noch mit der Heißklebepistole festkleben.


4. anschließend wählt ihr die Blumen aus, die ihr als Kronenmitte haben möchtet und zieht diese erstmal mit Blumendraht am angebauten Halbkreis fest. Danach wird wieder geklebt, sodass nichts verrutschen kann und wirklich bombenfest ist.

5. sind noch immer Drahtteile sichtbar kann das ganz einfach mit ein paar Beeren kaschiert werden.



Anschließend sollte der Kopfschmuck ungefähr so (oder am Besten noch ausgereifter) aussehen! :)

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♦ Schlichter Erntekranz ♦

Was ihr braucht:
(im Endeffekt das gleiche wie oben und die Sachen die übrig geblieben sind)
♦ einen Flechtkranz (Depot)
♦ diverse Herbstdeko: Getreide, Blätter, Beeren (Kik, Depot)
♦ Blumendraht
♦ Zange + Schere

1. zuerst schneidet ihr die Getreidehalme etwas zu.

2. als nächstes teilt ihr die Halme (nur die ohne Getreide drauf) auf und bindet sie mit Draht zu einem kleinen Bündel.



3. danach klebt ihr die Halmbündel um den Kranz herum fest. 

4. anschließend klebt ihr schön verteilt dazwischen die Halme mit Getreide fest.

5. als nächstes klebt ihr die Highlights an. Legt euch ein schön verteiltes, harmonisches Muster aus den "Ernteerzeugnissen" (Beeren, Eicheln) und klebt es an.

6. zum Schluss solltet ihr nochmal kontrollieren ob noch irgendwo Klebestellen oder Draht sichtbar sind. Falls ja, solltet ihr diese noch mit etwas kleinem abdecken (in meinem Fall Tannenzapfen).


 

Erinnert mich irgendwie an Caesar! :P


Ich hoff es hat euch gefallen und wenn es jemand nachbasteln sollte, würd ich mich freuen, wenn ich ein Foto zu sehen kriege :) Schönes Wochenende ihr Lieben ♥

23 August 2014

Sicher ist, dass nichts sicher ist. Selbst das nicht.

Heute habe ich mal wieder über das leidige Thema der Datensicherung nachgedacht.

Vor ein paar Jahren hat ein Blitz in unsere Stromleitung im Garten eingeschlagen. Das führte zu einer Überspannung und sämtliche Elektronik im Haus war geröstet. Inklusive meinem Computer, Motherboard overkill.
Daran denk ich immer wieder. Jederzeit kann etwas Unvorhersehbares passieren; ein Brand oder Laptopcrash, fällt runter, was auch immer.
Hinzu kam, dass ich letztens auf dem Flohmarkt von einem Herren angequatscht wurde, mit dem ich durch Zufall auf dieses Thema kam. Das Ende vom Lied und unsere Feststellung war; sicher ist nichts. Aber dennoch hat man größere Chancen den Zugriff auf seine "wertvollen" Daten zu erhalten, wenn man sich zumindest für ein zusätzliches Speichermedium entscheidet.

Also stellte sich für mich die Frage, was gibt es für Speichermedien?

♦ USB-Sticks
♦ Festplatten
♦ Clouds
♦ Rohlinge

Ich wette es gibt sicher noch andere Lösungen, aber das sind die gängigsten Lösungen, die mir bekannt sind. Jedes davon hat natürlich Vor- und Nachteile, die ich euch mal auflisten möchte:

USB-Sticks:

Pro:
♦ bequem
♦ einfach
♦ relativ günstig, da einmalige Zahlung

Contra:
♦ leicht zu verlieren
♦ nicht für große Datenmengen geeignet
♦ kann kaputt gehen

Festplatten:

Pro:
♦ bequem
♦ einfach
♦ für große Datenmengen geeignet
♦ Haltbarkeit mehrere Jahre

Contra:
♦ je größer die Datenmenge, desto teurer wirds
♦ kann beispielsweise durch Sturz kaputt gehen

Cloud:

Pro:
♦ bequem
♦ für kleine + große Datenmengen geeignet
♦ sicher, da Daten extern aufbewahrt werden

Contra:
♦ größere Datenmengen werden monatlich zu gesalzenen Preisen angeboten
♦ kleinere Anbieter können Pleite gehen, Datenschutz wird dafür nicht garantiert
♦ kostenloser Speicher nur für maximal 20 gb

Rohlinge:

Pro:
♦ bequem
♦ günstig
♦ einfach

Contra:
♦ leicht zu beschädigen
♦ keine allzu lange Lebenszeit
♦ nur für kleinere Datenmengen geeignet

Man sollte sich anschließend überlegen, welche Kriterien einem persönlich wichtiger sind. Mir persönlich ist es wichtig, dass meine Daten wirklich sicher verwahrt sind und ich möchte hierbei ungern auf eine dritte Person angewiesen sein. Deshalb habe ich mich für mehrere Festplatten entschieden.

Meine Datensicherung soll in Zukunft zwei externe Festplatten, meinen Laptop sowie Drucke umfassen. Ich denk damit bin ich vor den meisten unvorhersehbaren Ereignissen geschützt. Wichtig bei der Datensicherung ist, dass man sich nicht nur auf eine Sicherung verlässt, sondern mehrere und am Besten verschiedene Sicherungen in Anspruch nimmt.

21 August 2014

Tutorial - DIY - Headpiece "Meer"

  
Vor einiger Zeit habe ich für ein neues Konzeptbild (welches nächste Woche umgesetzt wird) ein Headpiece gebastelt. Die Vorlage hatte ich von Laura Helena Photography
Ich hab das Ganze etwas abgewandelt und nicht ganz so pompös gestaltet.

Man braucht tatsächlich nicht viel Material dafür, das Meiste hat man ohnehin schon Zuhause :)

Materialien:
♦ diverse Muscheln in verschieden Größen (Depot, falls man keine hat)
♦ 3 oder 6 Fächer aus Sandelholz (je nachdem wie groß man ihn machen möchte, gibt's bei Amazon)
♦ Haarreif
♦ Heißklebepistole
♦ Blumendraht
♦ Seegras + Dekoblumen (Depot)
♦ eventuell Perlen oder was man sonst so möchte

Am Besten ist es wenn man einen Modellierkopf hat, auf dem man das Ganze platzieren kann.

Zuerst habe ich die unteren zwei Fächer ausgebreitet und mit Draht am Haarreif befestigt. 
Die übereinander stehenden Enden habe ich mit der Heißklebepistole verklebt. 
Anschließend hab ich den dritten Fächer ausgebreitet und in die Mitte geklebt. 
Anschließend überlegt man sich ein Muster und legt es eventuell mit den Materialien auf dem Tisch vor. 
Dann das Ganze einfach Aufkleben und fertig ist es! 
Ihr müsst aber Aufpassen, dass ihr den Schwerpunkt mittig unten haltet, das Teil kippt sehr schnell! Ich werde beim Shooting wahrscheinlich Essstäbchen hinten einklemmen, damit es auch wirklich hält.

Sogar ich Depp, ohne jegliche handwerkliche Begabung hab's geschafft. Wenn man dran bleibt kann man das Headpiece an einem Tag fertig bekommen.


Bitte zeigt mir eure Ergebnisse, wenn ihr es nachbasteln wollt, bin sehr gespannt :)