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01 Oktober 2017

Vernissage "Festival für die Sinne"


Heute möchte ich euch ein bisschen was über den Eröffnungsabend unserer lang geplanten Vernissage erzählen. Ich war ein bisschen aufgeregt, weil es im Grunde meine erste richtige Vernissage war. Die Ausstellung vom VHS Kurs und die von meinem Fotoclub (bei dem ja hauptsächlich Kinder dabei sind) zähl ich mal nicht mit. Unsere Vernissage selbst trug den geflügelten Titel "Festival für die Sinne", passend wie die Faust aufs Auge. Leider verging die Zeit wie im Flug. Ich wünschte der Abend wäre länger gewesen.

Ausgerichtet wurde die Vernissage in den ausgefallenen Räumlichkeiten der Kaffeerösterei & Brennerei Schweiger, die die Besucher mit Likören, Edelbränden und Kaffee versorgten. Ich werde auf jeden Fall nochmal dort vorbeischauen und mich mal beraten lassen, denn der Kaffee beim Aufbauen war echt unfassbar lecker! Das Team ist übrigens auch total nett und man kann sich wunderbar miteinander unterhalten :) Interessant an den Räumlichkeiten ist übrigens, dass Verkaufsraum und Produktion am selben Ort sind. Deshalb konnte ich meine Flyer in der riesigen Kaffeemühle ausstellen - ne tausend mal coolere Präsentationsfläche als ein langweiliger Tisch.

Den bunten Haufen an Ausstellern vereint und das ganze organisiert hat die wunderbare Lisa von Eigen Art. Sie ist selbst ein kreativer Kopf und zeigte bei der Vernissage vor allem ihre selbst gemalten Kunstwerke und Edelsteine in verschiedenen Formen. Hier seht ihr einen kleinen Ausschnitt ihrer Arbeit. Weitere Bilder folgen noch via Facebook oder noch besser: ihr guckt euch einfach die Originale vor Ort an ;) 

Für das leibliche Wohl sorgte das Team von AMITA mit ihren ayurvedischen Häppchen. Dem gegenüber war ich erst ein bisschen skeptisch, denn ich bin doch eigentlich eher der deftige Esser.  Des weiteren wurde ein Teil der Speisen mit einer Blüte garniert serviert. Ich dachte nur: ich bin doch kein Kaninchen! Aber da ich ja doch irgendwie ein sehr offener Mensch bin, hab ich einfach mal probiert und ich muss ehrlich sagen, es war super lecker, sodass ich mehrmals nachgefasst habe. Die Blüte hat übrigens ein bisschen wie ein echt scharfes Radieschen geschmeckt. Egal wie skeptisch man ist, man sollte immer Neues ausprobieren und über seinen Tellerrand blicken :)

Ayurvedische Leckereien
Musik machten natürlich meine lieben Freunde von ROSE - das war echt der perfekte Sound zur Vernissage. Nicht zu aufdringlich, aber trotzdem mit viel Leidenschaft.  Und immer wieder zuckersüß wie sie extra für mich meinen Lieblingssong ankündigen. Ich werd jedes Mal ein bisschen rot! Ihr seid einfach toll! Auch beim restlichen Publikum kamen ihre selbst geschriebenen Songs wirklich gut an. Hört mal rein und überzeugt euch selbst :) 

Die letzten im Bunde waren Naturbetten Schmidleitner. Für alle, die der nächtlichen Ruhe beraubt werden vielleicht die richtige Anlaufstelle um wieder zu einem gesunden Schlaf zu finden. 

Aber nun ein paar mehr Hintergrundinfos zu meinem Beitrag. Ich durfte mich im Vergleich zu meinen sonstigen Arbeiten mal mit was ganz Neuem beteiligen! Normalerweise setze ich Menschen oder je nachdem auch mal Fabelwesen in Szene. Diesmal allerdings galt meine Aufmerksamkeit den Schmuckstücken von Eigen Art. Mein Ziel war eine kunstvolle Inszenierung von Mensch und Edelstein (und meinen Kostümen, hihi). 

Die Schwierigkeit lag definitiv darin jedes einzelne Bild anders aussehen zu lassen obwohl der Fokus bei den meisten Bildern immer gleich lag: nämlich auf der Halskette. Abgesehen davon durfte auch nichts ablenken. Deshalb habe ich auf den meisten Bildern das Gesicht des Models nur angeschnitten - Augen lenken natürlich viel zu sehr ab. 


ROSE live on stage
Am Ende hatte ich 10 vollkommen unterschiedliche Bilder zum selben Thema. Das erste Mal, dass ich wirklich in einer Serie gearbeitet habe. Ich bin mega stolz auf die Ergebnisse und freue mich total mal in eine komplett andere Richtung gegangen zu sein, aber das immer noch mit einem Hauch Corinna. Es war ein riesen Spaß die Bilder umzusetzen und sich kreativ austoben zu können, denn Lisa überlies mir völlig freie Hand was die fertigen Bilder anging. Zwei meiner Werke konntet ihr ja bereits auf meiner Seite betrachten. Nach und nach werde ich auch die restlichen Bilder hochladen. Ich hoffe sie gefallen euch, lasst gerne Feedback da.

Am Eröffnungsabend herrschte eine grandiose Stimmung. Während ROSE für den Hintergrundsound sorgten, schlenderten die Besucher durch die Rösterei und liesen die Kunst auf sich wirken, probierten alles aus und unterhielten sich. Die Wände waren gespickt mit meinen Fotografien und den gemalten Bildern von Lisa. In jeder Ecke gab es was neues zu entdecken. Das Besondere an unserer Vernissage war einfach, dass es keine sterile Ausstellung war, wie man es aus einigen Galerien kennt. Es war ein ungezwungenes Aufeinander treffen von verschiedenen Menschen, die überzeugt davon sind, was sie tun. Das zwanglose Unterhalten mit den Künstlern und Ausstellern, die vielen Dinge, die es zu entdecken gab; schon allein die Location sorgte dafür, dass sich alles gemütlich und man sich selbst Willkommen fühlte. 

Aktuell bin ich leider immer noch gehandicapt was mein Bein angeht, weshalb ich auf derVernissage deshalb mithilfe meiner Krücken und einem rollenden Hocker unterwegs war. Zwischendurch echt anstrengend aber ich bin ungeheuer froh, dass ich überhaupt dabei sein konnte. Ich durfte ein paar tolle Gespräche mit einigen lieben Menschen führen. Es macht so viel mehr Spaß von Angesicht zu Angesicht mit den Leuten über seine Arbeit sprechen zu können. Es war großartig. Vielen Dank an alle. Das war übrigens definitiv nicht meine letzte Vernissage! ;)

Hi, wir sind die Aussteller!

19 Oktober 2015

ROSE - unkonventioneller Blues

Heute gibt es einen Beitrag der etwas anderen Art. Wenn mir Dinge gefallen, möchte ich sie anderen Menschen näher bringen. So war das schon immer. Ich möchte euch heute eine Newcomer-Band aus Regensburg vorstellen, deren Musik mich echt begeistert hat, obwohl ich eigentlich gar nicht Fan des Genres bin.

Diese Band nennt sich ROSE. Grundlegend besteht sie aus Simon (Klavier + Gitarre), Antonia (Gesang, Klavier) und Andreas (Cello + Gesang).

Am 10.10. war ich auf einem Konzert, dem ersten großen mit Vollbesetzung, im Clubhaus der Rockin' Gamblers. Das ist eine richtig geile Location übrigens, genau nach meinem Geschmack: Stilvolle Deko, alte Autos und eine Wohnzimmeratmosphäre zum Wohlfühlen mit alten Sofas!

Alle Songs der Band sind Eigenkompositionen, was sowohl Text als auch Musik angeht. ROSE spielen fernab vom Mainstream irgendwas in Richtung Blues. Antonia hat eine engelsgleiche Stimme, in der wahnsinnig viel Kraft steckt. Wenn es um Melancholie in der Musik geht, sind wir wohl alle ein zartes Flüstern á la Lana Del Rey gewöhnt (es ist nicht so, dass ich sie nicht mag, aber) hier Power in der Stimme zu hören, macht die Umsetzung des Themas schon mal wahnsinnig außergewöhnlich und interessant.

Mein Lieblingssong ist definitiv "Fields of Love". Leider ist der noch nicht auf Youtube, sonst hätte ich ihn hier natürlich verlinkt. Es ist schon länger her, dass ein Song bei mir Gänsehaut verursacht hat (Heroes of war - Rise against live), aber der hat's definitiv geschafft - Brrr. Wenn ich mir anschaue, was man heutzutage an Mist in den Charts findet, dann sollten Bands wie ROSE definitiv mehr Aufmerksamkeit bekommen. Was sie machen hat Stil, Charme und Humor, es ist kein 0815-Mist wie man es von einigen anderen Newcomern kennt - "Hey wir gründen eine Band - yeah cool, lass uns Indie oder Pop machen" - Argh - nein Danke!

Es gibt einfach zu viele Gute-Laune-Bands und zu wenige, die Melancholie vernünftig, glaubhaft und gefühlvoll vermarkten. Ich bin ein Fan davon, was sich auch in vielen meiner Bilder widerspiegelt. Simon ist kein Typ für sonnige, lustige Songs, er möchte was anderes an den Mann/die Frau bringen. Natürlich sind dennoch nicht alle Songs von Traurigkeit oder Melancholie geprägt. ROSE singen über viele Dinge. Wo und wie einen die Muse eben gerade küsst. Es gibt durchaus einiges, was einen zum Schmunzeln oder gar zum Lachen bringt, wie beispielsweise "Appswhat", genauso gibt es Songs, die einem das Herz bluten lasssen oder Songs, denen man einfach gerne lauscht.

Auch wenns nicht euer Ding ist, geht zum nächsten Konzert (schon allein der Atmosphäre wegen), ihr werdet nicht enttäuscht werden.

Ich bin jedenfalls gespannt wie es mit ihnen weitergeht und wünsche der Band für die Zukunft viel Glück und Erfolg!

Hier könnt ihr mal reinhören: (aber live klingt's einfach nochmal besser): ROSE Hörproben und hier findet ihr sie auf Facebook: ROSE


10 November 2014

Review - Design-Messe: Du bist so Dilly Dally!

Im konservativen, künstlerisch unterbelichteten aber dennoch schnuckeligen Regensburg gab es am vergangenen Wochenende eine kleine Sensation: die Dilly-Dally-Design-Messe fand zum 3. Mal mit einem riesigen Erfolg in der RT-Halle statt.

Es fällt mir wahnsinnig schwer diese riesige Flut an wundervollen Dingen und Menschen in Worte zu fassen und euch irgendwie näher zu bringen, sodass ihr euch auch nur im entferntesten vorstellen könnt, was ihr verpasst habt! Aber weil "Probieren über Studieren" einer meiner Leitsätze ist, versuch ich mal mein Glück:

Mehr als 80 Aussteller präsentierten ihre zuckersüßen, raffinierten und wundervollen Ideen, Konzepte und Designs. Es wurde getrunken, gegessen, gebastelt, genäht, Musik gespielt, geplaudert, gemalt und natürlich viel gekauft! Alle Produkte waren nicht nur fabelhaft designed, sie wurden auch noch traumhaft präsentiert.

Die Verwirklichung und der Ideenreichtum auf dieser Messe war unglaublich beeindruckend und hat selbst mich (ich würd mich schon als kreativen Kopf bezeichnen) blass (das bin ich zwar eh immer! c;) aussehen lassen.

Eine Messe für all die kreativen Köpfe, für Menschen, die an ihre Träume glauben und Persönlichkeiten, die etwas gutes tun möchten. Eigentlich war es eher weniger eine Messe als ein kreativer Ideenaustausch mit viel guter Laune und Individualitäten, untermalt von feinster Vinylmusik. Die gesamte Veranstaltung wirkte eher wie ein gemütliches Beisammensein unter Freunden.

Für die Warteschlangen am Eingang gab es sanften Gitarrensound, begleitet von einer zauberhaften Stimme um den Besuchern die Zeit zu versüßen. Menschen mit einem Hang zum Stöbern fanden bei DillyDally ein wahrhaftes Paradies.

Abgesehen von vielen Ausstellern gab es für die DIY-Fans eine spezielle Area, in der man selbst Hand an legen konnte beim Stricken, Nähen oder Basteln von kleinen Lederaccessoires. In der Design-Kantine konnte man für ein Weilchen in einem bequemen Sessel mit einem Kaffee entspannen und die Atmosphäre auf sich wirken lassen.

Für jeden Geschmack hatte DillyDally etwas zu bieten:
Spaß für alle gab es in der Fotobox, bei der man sich mit lustigen Accessoires von der reizenden April Santiago spontan ablichten lassen konnte. Für Schmuckliebhaber gab es viel zu entdecken, von filigran bis ausgefallen, von recycelt bis für-einen-guten Zweck, es gab zierliche, verspielte Stücke und Schmuck aus den verschiedesten Materialien.
Für Besucher, die lieber gut bekleidet von der Messe gehen wollten, gab es sowohl für Männlein als auch Weiblein etwas zu sehen. Es traten Designer auf, die raffinierte, ausgefalle Schnitte präsentierten, Fair-Trade-Mode, witzige Drucke, oder Recycling-Wear.
Wer eher an neuen Accessoires interessiert war, hatte ebenfalls eine riesen Auswahl zu durchforsten. Ledertaschen und Geldbeutel, extravagante Schlüsselanhänger, ausgefallene Gürtel, Unikate aus zusammengewürfelten Recyclingstoffen oder originellen Mützen.
Den Kunstliebhaber konnte man ebenfalls beglücken mit einer bunt zusammen gewürfelten Mischung aus Fotografien, Vintage-Artworks, gemalten Bildern und ausgefallenen Popart-meets-Pinsel-Werken.

Was mich persönlich aber am meisten beeindruckt hat, war die Arbeit von so manchen Künstlern, die mit grandiosen Ideen Dinge schufen mit Materialien, die jeder andere Mensch einfach entsorgt hätte. Ein Künstler aus Karlsruhe hat beispielsweise aus dem Rückenteil eines Ordners und mithilfe eines Hosenträgers ein verschließbares Notizbuch gezaubert. Noch beeindruckender fand ich allerdings was aus Porzellan herausgeholt wurde: Lampenschirme aus Tassen, Teller kombiniert mit dem Verschluss eines Ordners, die beispielsweise als Schlüsselbrett dienen konnten. In diese Porzellan-Zauberstücke hab ich mich richtig verliebt, vielleicht weil es mich ein bisschen an Alice im Wunderland erinnert hat.
Es gab noch viele weitere ähnlich ausgefallene Ideen. Wenn ich über alles schreiben würde, wäre ich morgen noch nicht fertig. Außerem hab ich langsam echt Schwierigkeiten entsprechende Adjektive zu finden. Deshalb lasst euch einfach von den Bildern auf meiner Facebookseite inspirieren und legt euch ne Erinnerung im Kalender für nächstes Jahr!
Die Links zu einem Teil der Aussteller findet ihr übrigens in Facebook bei den entsprechenden Bildern.

Von der Messe kann man eine Sache definitiv mitnehmen: man kann aus allen Dingen etwas neues zaubern und sei es noch so surreal im ersten Augenblick. Wenn man eine Idee hat und sich dahinter klemmt, sind einem keine Grenzen gesetzt.

Fazit: wir brauchen mehr davon! Ich habe einiges an Inspiration mitgenommen und werde in Zukunft zweimal nachdenken, bevor ich mich von Dingen entledige. Kreativität ist überall. Man muss nur offen und aufmerksam dafür sein.

Schönen Wochenstart ihr Lieben ♥