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22 Oktober 2017

Herbstkinder


eine kleine Liebeserklärung an den Herbst


Endlich ist er da, mein geliebter Herbst. Versteht mich nicht falsch: ich liebe den Sommer. Es gibt wohl fotografisch gesehen, keine schönere Zeit als die wundervollen Gegenlichtstunden am Ende eines heißen Sommertages. Aber der Herbst... der Herbst hat nochmal seinen ganz eigenen Zauber. Vor kurzem hatte es noch 30 Grad - plötzlich steht das Licht anders, der Geruch von Veränderung liegt in der Luft. Es ist Herbst.

Die Natur ist im Wandel. Es ist eine Art zweiter Frühling. Statt Blüten überall färben sich die Blätter in den schönsten Farben. Die Welt wird bunt, sie erstrahlt warm obwohl die Temperaturen sinken. Was gibt es schöneres als Herbstsonne, die sich den Weg durch rot-orange Blätter bahnt und sie noch mehr zum leuchten bringt? Das gehört für mich zu den kleinen Dingen, die das Leben schön machen. Viel zu oft werden sie im hektischen Alltag vergessen [Zombieland, Regel #32: Genieß die kleinen Dinge - da soll noch einer sagen aus Filmen lernt man nichts]

Ich liebe Spaziergänge durch den bunten Wald, während man von den letzten warmen Sonnenstrahlen geküsst wird. Aufsammeln was die Natur mir schenkt; Kastanien, Blätter, Eicheln und Schwammerl. Früh morgens liegen Nebelschwaden über der Welt, während die Luft immer kälter wird. Endlich Zeit zur Kürbisernte und erste Halloweenvorbereitungen. Ich schnitze ein bisschen talentlos eine halbwegs gruselige Fratze in die orangen Köpfe während Hannes aus den Überbleibseln Kürbissuppe kocht.

Endlich wieder Zeit für kuschlige Pullover und riesige Schals, in denen man sich verkriechen kann. Schocktober Filmnächte - mal wieder alte Klassiker wie Halloween oder Nightmare on Elm Street rauskramen und mit Chips vor der Glotze genießen, während es draußen wie aus Kübeln schüttet. Eingemummelt in die Kuscheldecke, die das halbe Jahr im Schrank auf ihre großen Auftritte zur kalten Jahreszeit gewartet hat.

Draußen herrschen frostige Nächte, während drinnen die ersten Feuer im Kachelofen entzündet werden, die kuscheligste Wärme überhaupt. Die Wohnung ist in Kerzenschein getaucht während man abends heiße Schokolade schlürft. 

Hach, Herbst. Du bist wunderbar.



Natalie - 2016



Den Großteil des Sommers habe ich dank meiner Verletzung leider verpasst. Deshalb war meine Vorfreude auf den Herbst riesig. Im Moment mache ich erste Gehversuche - zum ersten Mal seit fast vier Monaten ohne den Entlastungsschuh. Es geht endlich bergauf. Leider vergeht diese wundervolle Jahreszeit viel zu schnell. Aber ich bin ganz guter Dinge noch einen meiner geliebten Herbstspaziergänge zwischen all diesen leuchtenden Farben machen zu können :)


19 Oktober 2015

ROSE - unkonventioneller Blues

Heute gibt es einen Beitrag der etwas anderen Art. Wenn mir Dinge gefallen, möchte ich sie anderen Menschen näher bringen. So war das schon immer. Ich möchte euch heute eine Newcomer-Band aus Regensburg vorstellen, deren Musik mich echt begeistert hat, obwohl ich eigentlich gar nicht Fan des Genres bin.

Diese Band nennt sich ROSE. Grundlegend besteht sie aus Simon (Klavier + Gitarre), Antonia (Gesang, Klavier) und Andreas (Cello + Gesang).

Am 10.10. war ich auf einem Konzert, dem ersten großen mit Vollbesetzung, im Clubhaus der Rockin' Gamblers. Das ist eine richtig geile Location übrigens, genau nach meinem Geschmack: Stilvolle Deko, alte Autos und eine Wohnzimmeratmosphäre zum Wohlfühlen mit alten Sofas!

Alle Songs der Band sind Eigenkompositionen, was sowohl Text als auch Musik angeht. ROSE spielen fernab vom Mainstream irgendwas in Richtung Blues. Antonia hat eine engelsgleiche Stimme, in der wahnsinnig viel Kraft steckt. Wenn es um Melancholie in der Musik geht, sind wir wohl alle ein zartes Flüstern á la Lana Del Rey gewöhnt (es ist nicht so, dass ich sie nicht mag, aber) hier Power in der Stimme zu hören, macht die Umsetzung des Themas schon mal wahnsinnig außergewöhnlich und interessant.

Mein Lieblingssong ist definitiv "Fields of Love". Leider ist der noch nicht auf Youtube, sonst hätte ich ihn hier natürlich verlinkt. Es ist schon länger her, dass ein Song bei mir Gänsehaut verursacht hat (Heroes of war - Rise against live), aber der hat's definitiv geschafft - Brrr. Wenn ich mir anschaue, was man heutzutage an Mist in den Charts findet, dann sollten Bands wie ROSE definitiv mehr Aufmerksamkeit bekommen. Was sie machen hat Stil, Charme und Humor, es ist kein 0815-Mist wie man es von einigen anderen Newcomern kennt - "Hey wir gründen eine Band - yeah cool, lass uns Indie oder Pop machen" - Argh - nein Danke!

Es gibt einfach zu viele Gute-Laune-Bands und zu wenige, die Melancholie vernünftig, glaubhaft und gefühlvoll vermarkten. Ich bin ein Fan davon, was sich auch in vielen meiner Bilder widerspiegelt. Simon ist kein Typ für sonnige, lustige Songs, er möchte was anderes an den Mann/die Frau bringen. Natürlich sind dennoch nicht alle Songs von Traurigkeit oder Melancholie geprägt. ROSE singen über viele Dinge. Wo und wie einen die Muse eben gerade küsst. Es gibt durchaus einiges, was einen zum Schmunzeln oder gar zum Lachen bringt, wie beispielsweise "Appswhat", genauso gibt es Songs, die einem das Herz bluten lasssen oder Songs, denen man einfach gerne lauscht.

Auch wenns nicht euer Ding ist, geht zum nächsten Konzert (schon allein der Atmosphäre wegen), ihr werdet nicht enttäuscht werden.

Ich bin jedenfalls gespannt wie es mit ihnen weitergeht und wünsche der Band für die Zukunft viel Glück und Erfolg!

Hier könnt ihr mal reinhören: (aber live klingt's einfach nochmal besser): ROSE Hörproben und hier findet ihr sie auf Facebook: ROSE


08 April 2015

Do it yourself? Aber nur mit Dawanda!

Vor kurzem war mal wieder großer Materialsale bei Dawanda und zu diesem Anlass möcht ich euch ein bisschen was über dieses wundervolle Portal erzählen, vor allem für die, die es noch nicht kennen. Ich hab diesen Sale ausgenutzt um für kommende Projekte Material etwas günstiger anzukaufen.

Dawanda ist das beste Portal für wunderschöne, ausgefallene und mit Liebe gemachte Geschenke, DIY, Schneiderverrückte, Bastelwütige, Dekorationsfanatiker und noch viele mehr. Ich habe auf Dawanda noch nichts gesucht, was ich nicht auch gefunden hätte.

Dawanda ist ein Einkaufsportal ähnlich wie Amazon, welches viele kleine, individuelle Shops beinhaltet. Die meisten Shops verkaufen viele verschiedene Dinge aus der gleichen Kategorie. Wie zum Beispiel ein Verkäufer der Stoffe und Nähzubehör anbietet. Dawanda ist im Gegenzug zu Amazon sehr persönlich und mit ganz viel Liebe gestaltet. Hier wird nicht über E-Mail kommuniziert wenn es Fragen gibt, sondern über eine Art Pinnwand, die bei jeder neuen Bestellung nur für Verkäufer und Käufer sichtbar wird. Man wird dort geduzt und es wird sich immer sofort für den Einkauf liebevoll bedankt. Viele Verkäufer geben bei einer größeren Bestellung kleine Geschenke mit dazu. Zur Weihnachtszeit habe ich zum Beispiel mal eine Zuckerstange erhalten.

Dawanda ist in elf verschiedene Kategorien unterteilt:  Mode, Accessoires, Schmuck, Taschen, Wohnen, Anlässe, Material, Vintage, Männer, Baby und Kind.

Die meisten Artikel sind auch noch zuckersüß verpackt, was ich total nett finde, weil das Auspacken von Paketen für mich immer ein kleines bisschen an Weihnachten oder Geburtstag erinnert und das verstärkt dieses Gefühl.

Ich gebe auch zu, dass ich die meisten Geschenke für Freunde und Familie über Dawanda kaufe (als hättet ihrs nicht eh schon gewusst! :D) Denn es gibt auch ein sehr praktisches Tool, den Geschenkefinder. Hier kann man über die zu beschenkende Person vorsortierte Beispielgeschenke auswählen.

Es lohnt sich auf jeden Fall mal den Newsletter zu abbonieren oder die Facebook-Seite zu liken, damit man über besondere Angebote informiert wird. Von Zeit zu Zeit werden immer wieder Sales in bestimmten Kategorien angeboten wie letztens eben für die Kategorie "Material".

Ich bin jedenfalls total in Dawanda verliebt und kann es jedem getrost ans Herz legen doch mal einen Klick zu wagen: es lohnt sich auf jeden Fall!

Hier seht ihr eine meine letzten Bestellungen:

Rosenperlen, Federn + Vintageprintkarten ♥


Masking Tape ♥

07 Januar 2015

Making of - Alice in Wonderland - The Mad Teaparty


Ein Blick hinter die Kulissen - was alles schief laufen kann - woran man denkt, oder auch nicht - eine kleine Geschichte über das wichtigste meiner Projekte.

Die Idee der Mad Teaparty stand ja schon sehr lange aber die Umsetzung dauerte und es gab viele Widrigkeiten, die wir überwinden mussten. Angefangen vom miesen Wetter, über Ersatzmodels, Cupcake-Bestellungen und Stornierungen aufgrund Terminverschiebung, Mückenstichen und und und...

Inspiriert wurde ich natürlich durch die klassische Alice im Wunderland Geschichte, durch den Film aus 2010 und vielen anderen Bildern und Inszenierungen im Internet. Daraus wurde dann zusammen mit meinen persönlichen Vorstellungen meine eigene Mad Teaparty, so wie ich es mir vorstellte!

Models:
Mir war von Anfang an klar, dass ich als Models Freunde von mir haben wollte, weil ich wusste, dass es unter Umständen etwas nervenaufreibend werden könnte. Ich brauchte jemanden, von dem ich wusste, dass ich mich verlassen konnte und der die Geduld mitbringt.
Als sich eine "Freundin" überraschend vom Projeklt löste, brauchte ich dringend Ersatz und da man sich auf die Familie bekanntlich immer verlassen kann, fragte ich meine Mama. Sie hat zufälligerweise rötliches Haar und Locken. Perfekte Voraussetzung also. Gesagt, getan. Haare gefärbt, mit Papilotten geschlafen, angezogen, geschminkt, geshootet, Happy End.

 
Mückenspray Ahoi!
Location:
Das war prinzipiell eine einfache Sache, allerdings musste ich aufgrund der damaligen miesen Wetterlage nach etwas Ausschau halten, was auch bei Regen benutzbar ist. Letztendlich hab ich aber dem Wettergott vertraut und dort geshootet, wo ich von vornherein gerne hinwollte: an einem Altwasser. Das brachte allerdings ein weiteres Problem mit sich: Mücken! Ich hab natürlich schon mitgedacht und Mückenspray gekauft, sogar zwei verschiedene!, aber wirklich geholfen hat es nicht. Am Ende des Tages zählte ich nur auf meinem Rücken 24 Stiche! Und den anderen ging's nicht viel besser. Aber wir blieben tapfer und machten unser Ding und es wurde wundervoll.

Requisten:

Anfangs machte ich mir eine Liste, was bei der Teaparty alles an Requisten und Dekoration anwesend sein soll. Das Wichtigste war natürlich Geschirr in sämltichen Varianten. Das besorgte ich mir vor allem auf Flohmärkten. Die Schweberahmen und die Uhr, wie auch Tische und Stühle und andere Kleinigkeiten waren bereits in meinem Besitz. Die Tischdecken waren bunt

zusammen gewürfelte Stoffe aus unserer Fundgrube. Ein weiteres wichtiges Detail waren für mich die Cupcakes, da ich einige typische Szenen aus Alice "wörtlich" inszenieren wollte. Dazu gehörte natürlich der allseits bekannte "Eat me" - Kuchen. Also zeichnete ich mehr schlecht als recht Skizzen und fragte in der Cupcakery in Regensburg an. Kein Problem, wir kriegen das schon hin, wurde mir gesagt. Und ich war bei der Abholung wirklich mehr als zufrieden. Scheiße, die Dinger waren fast zu schade zum Essen!

Kostüme:
Am Anfang kam es natürlich darauf an, Skizzen anzufertigen. Beim Kostüm des Hutmachers orientierte ich mich prinzipiell sehr stark an der Verkörperung von Johnny Depp. Durch anders aussehende Stoffe und Dinge, wie die Stiefel (die ich zufällig auf dem Flohmarkt fand) bekam alles meine ganz eigene Note.
Das Jacket war eine alte Lederjacke meiner Mutter, deren Reissverschluss entfernt und durch verzierte Knöpfe ersetzt wurde. Die Weste gehörte meiner verstorbenen Großmutter, ich fand den Gedanken schön, dass ein Teil von ihr Teil meines Traumprojektes wurde. Diese haben wir ein bisschen umgeschneidert und ebenfalls mit verzierten Knöpfen versehen. Der Hutstoff, wie auch der Stoff für Schleife und Band stammen aus einem Schneiderladen in Regensburg. Eine Schneideranleitung für den Hut fand ich im Internet. Es lebe das Vlisiline! Die Hose war eine Leggins aus meinem Kleiderschrank und die Handschuhe ebenfalls ein Flohmarktfund für 1 €!! Und das wars auch schon!
Das Kostüm des weißen Kaninchens orientierte sich ebenfalls sehr stark am 2010er Film. Die große Herausforderung hier waren definitiv die Hasenohren. Ich habe mich hier für Modelliermasse entschieden, diese rührt man zusammen mit Wasser an und formt sie dann nach Belieben. Das gelang mir überraschend gut. Nächste Schwierigkeit war dann die Bemalung der Ohren und da ich im Malen/Zeichnen 100 % untalentiert bin, hab ich das - Pardon! - hart verkackt. Ich hab das Ergebnis gehasst. Am Schluss haben wir die Ohren außen noch mit Fell beklebt und Fertig waren sie! Aber die fertigen Bilder des Kaninchens fand ich von allen fast am Schönsten. Die liebe Meli war doch das perfekte Model.

Make-up:
Der letzte Schliff und oft das i-Tüpfelchen der Perfektion ist das richtige Make-up. Diesmal natürlich wieder aus den Pinseln von meiner besten Freundin Daniela. Wir sprachen vorher grob die Farbgebung und Akzente ab aber ich kann ihr da vollkommen vertrauen und das Ergebnis war einfach bezaubernd! Wichtig beim Hutmacher war vor allem das verrückte Aussehen und Betonen der markanten Gesichtszüge. Wir haben Mitte 2013 das erste Mal über die Planung des Projektes geredet und erste Skizzen wie auch Beschreibungen angefertigt. Es ist ein schönes Gefühl, wenn man nach langer Arbeit endlich am Ziel ist.

Der ganze "Arbeits"tag dauerte glaube ich 7 - 8 h. 3 - 4 Stunden waren wir bereits mit dem Make-up der drei beschäftigt, anschließend bauten wir die Requisten an der Location auf und fingen an. Nach dem erfolgreichen Shooting saßen wir übrigens alle zusammen, aßen die Cupcakes und feierten diesmal eine nicht inszenierte Teaparty. Die Kinder, die neben uns am Ufer gespielt haben, haben ganz schön blöd aus der Wäsche geguckt als sie uns verrückten Gestalten mitten in der Pampa mit einem voll bestückten Tisch
lachend und essend gesichtet haben.

Das war definitiv nicht mein letztes Großprojekt und das nächste findet dann mit Sicherheit mit fremden Models statt. Darauf freue ich mich schon. Das heißt allerdings nicht, dass Alice im Wunderland beendet ist. Es kommen noch zwei weitere Charaktere in die Inszenierung aber da müsst ihr euch noch gedulden.

Ich hoffe euch hat dieser kleine oder auch große Einblick hinter die Kulissen gefallen.

10 November 2014

Review - Design-Messe: Du bist so Dilly Dally!

Im konservativen, künstlerisch unterbelichteten aber dennoch schnuckeligen Regensburg gab es am vergangenen Wochenende eine kleine Sensation: die Dilly-Dally-Design-Messe fand zum 3. Mal mit einem riesigen Erfolg in der RT-Halle statt.

Es fällt mir wahnsinnig schwer diese riesige Flut an wundervollen Dingen und Menschen in Worte zu fassen und euch irgendwie näher zu bringen, sodass ihr euch auch nur im entferntesten vorstellen könnt, was ihr verpasst habt! Aber weil "Probieren über Studieren" einer meiner Leitsätze ist, versuch ich mal mein Glück:

Mehr als 80 Aussteller präsentierten ihre zuckersüßen, raffinierten und wundervollen Ideen, Konzepte und Designs. Es wurde getrunken, gegessen, gebastelt, genäht, Musik gespielt, geplaudert, gemalt und natürlich viel gekauft! Alle Produkte waren nicht nur fabelhaft designed, sie wurden auch noch traumhaft präsentiert.

Die Verwirklichung und der Ideenreichtum auf dieser Messe war unglaublich beeindruckend und hat selbst mich (ich würd mich schon als kreativen Kopf bezeichnen) blass (das bin ich zwar eh immer! c;) aussehen lassen.

Eine Messe für all die kreativen Köpfe, für Menschen, die an ihre Träume glauben und Persönlichkeiten, die etwas gutes tun möchten. Eigentlich war es eher weniger eine Messe als ein kreativer Ideenaustausch mit viel guter Laune und Individualitäten, untermalt von feinster Vinylmusik. Die gesamte Veranstaltung wirkte eher wie ein gemütliches Beisammensein unter Freunden.

Für die Warteschlangen am Eingang gab es sanften Gitarrensound, begleitet von einer zauberhaften Stimme um den Besuchern die Zeit zu versüßen. Menschen mit einem Hang zum Stöbern fanden bei DillyDally ein wahrhaftes Paradies.

Abgesehen von vielen Ausstellern gab es für die DIY-Fans eine spezielle Area, in der man selbst Hand an legen konnte beim Stricken, Nähen oder Basteln von kleinen Lederaccessoires. In der Design-Kantine konnte man für ein Weilchen in einem bequemen Sessel mit einem Kaffee entspannen und die Atmosphäre auf sich wirken lassen.

Für jeden Geschmack hatte DillyDally etwas zu bieten:
Spaß für alle gab es in der Fotobox, bei der man sich mit lustigen Accessoires von der reizenden April Santiago spontan ablichten lassen konnte. Für Schmuckliebhaber gab es viel zu entdecken, von filigran bis ausgefallen, von recycelt bis für-einen-guten Zweck, es gab zierliche, verspielte Stücke und Schmuck aus den verschiedesten Materialien.
Für Besucher, die lieber gut bekleidet von der Messe gehen wollten, gab es sowohl für Männlein als auch Weiblein etwas zu sehen. Es traten Designer auf, die raffinierte, ausgefalle Schnitte präsentierten, Fair-Trade-Mode, witzige Drucke, oder Recycling-Wear.
Wer eher an neuen Accessoires interessiert war, hatte ebenfalls eine riesen Auswahl zu durchforsten. Ledertaschen und Geldbeutel, extravagante Schlüsselanhänger, ausgefallene Gürtel, Unikate aus zusammengewürfelten Recyclingstoffen oder originellen Mützen.
Den Kunstliebhaber konnte man ebenfalls beglücken mit einer bunt zusammen gewürfelten Mischung aus Fotografien, Vintage-Artworks, gemalten Bildern und ausgefallenen Popart-meets-Pinsel-Werken.

Was mich persönlich aber am meisten beeindruckt hat, war die Arbeit von so manchen Künstlern, die mit grandiosen Ideen Dinge schufen mit Materialien, die jeder andere Mensch einfach entsorgt hätte. Ein Künstler aus Karlsruhe hat beispielsweise aus dem Rückenteil eines Ordners und mithilfe eines Hosenträgers ein verschließbares Notizbuch gezaubert. Noch beeindruckender fand ich allerdings was aus Porzellan herausgeholt wurde: Lampenschirme aus Tassen, Teller kombiniert mit dem Verschluss eines Ordners, die beispielsweise als Schlüsselbrett dienen konnten. In diese Porzellan-Zauberstücke hab ich mich richtig verliebt, vielleicht weil es mich ein bisschen an Alice im Wunderland erinnert hat.
Es gab noch viele weitere ähnlich ausgefallene Ideen. Wenn ich über alles schreiben würde, wäre ich morgen noch nicht fertig. Außerem hab ich langsam echt Schwierigkeiten entsprechende Adjektive zu finden. Deshalb lasst euch einfach von den Bildern auf meiner Facebookseite inspirieren und legt euch ne Erinnerung im Kalender für nächstes Jahr!
Die Links zu einem Teil der Aussteller findet ihr übrigens in Facebook bei den entsprechenden Bildern.

Von der Messe kann man eine Sache definitiv mitnehmen: man kann aus allen Dingen etwas neues zaubern und sei es noch so surreal im ersten Augenblick. Wenn man eine Idee hat und sich dahinter klemmt, sind einem keine Grenzen gesetzt.

Fazit: wir brauchen mehr davon! Ich habe einiges an Inspiration mitgenommen und werde in Zukunft zweimal nachdenken, bevor ich mich von Dingen entledige. Kreativität ist überall. Man muss nur offen und aufmerksam dafür sein.

Schönen Wochenstart ihr Lieben ♥