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16 Februar 2020

Lohnt es sich einen Hochzeitsfotografen zu buchen?

Aber sicher doch! Aber dazu kommen wir noch. Zunächst zu ein paar Tatsachen:

Eine Hochzeit ist in der Regel mit vielen Kosten verbunden. Je größer gefeiert wird, desto mehr Budget wird auch benötigt. Ab einem gewissen Punkt möchte man da natürlich sparen; was auch völlig nachvollziehbar ist. Viele Paare kommen da zu dem traurigen Schluss: Warum nicht einfach den Fotografen weglassen? Jeder aus der Familie oder den Freunden hat heutzutage ein Handy mit großartiger, integrierter Kamera und abgesehen davon hat sicher auch jemand eine Digitalkamera oder eine Spiegelreflex mit. Das stimmt alles, da will ich gar nicht widersprechen.

Ihr könnt Glück haben und wundervolle Fotos durch Freunde und Familie bekommen, aber das kann auch ganz schön ins Höschen gehen! Was ist wenn grade niemand fotografiert weil alle so gefesselt vom Moment sind? Oder die Fotos unbrauchbar werden, weil schlechte Lichtverhältnisse herrschen? Oder man als Brautpaar (oder auch als Gast) auf den Bildern super unvorteilhaft aussieht weil eine schlechte Perspektive gewählt wurde? Diese Fails und vermutlich noch mehr können bei sowas passieren.

Klar, als Fotografin rede ich mich leicht, schließlich ist es mein Job und den muss ich natürlich bewerben. Aber für diesen Artikel spreche ich aus der Sicht des Kunden. Ich gebe euch eine Zusammenfassung der Gründe, weshalb meine Brautpaare sich für einen Hochzeitsfotografen entschieden haben bzw. Punkte, die ihnen aufgefallen sind, worüber sie im Nachhinein sehr froh waren. Ich möchte euch einfach mal alle positiven Aspekte näherbringen, die meine Brautpaare an der Begleitung eines Hochzeitsfotografen geschätzt haben :)



7 Vorteile, die für einen Hochzeitsfotografen sprechen

1. Kein Stress!
Da ich mit euch den Ablaufplan durchgehe (und auch immer parat habe während der Hochzeit) sowie immer in Kontakt mit den Trauzeugen und anderen eingeweihten Personen stehe, weiß ich jederzeit, wann ich zur Stelle sein muss. So verpasse ich nichts und alles wird von mir festgehalten. Ihr müsst euch also keine Gedanken machen, ob dieser oder jener Moment auch fotografiert wird. So könnt ihr euch besser auf das Wesentliche - das Feiern und Glücklich sein mit euren Gästen - konzentrieren.

2. Qualitativ hochwertige Bilder
Durch mein hochwertiges Equipment bin ich für jeden Fall der Fälle gerüstet. Ich persönlich bin zwar kein krasser Technik-Geek und finde immer noch, dass man mit dem eigenen Können auch aus schlechteren Kameras grandiose Ergebnisse erzielen kann, aber meine 5 D Mark III und die dazugehörigen Objektive sind ihr Geld dann doch wert. Es gibt einfach einen qualitativen Unterschied zu günstigeren Kameras oder natürlich auch Handys. Das geht schon bei der Auflösung los, über Farbwiedergabe bis hin zu schlechteren Lichtverhältnissen, wo manche Kameras einfach nicht mehr viel rausholen können.

3. Die Perspektive und Co.
Als Frau, die keine Size-Zero trägt und ihre Nase nicht mag, weiß ich durchaus wie ich nicht fotografiert werden möchte und kann das auch perfekt auf andere Damen ummünzen. Ich denke mir oft, nein halt, das würde ihr sicher nicht gefallen, das ist nicht so vorteilhaft; was das angeht mache ich mir sehr viele Gedanken. Ich will schließlich auch schon Bilder auf der Kamera herzeigen können, die euch sofort gefallen ohne dass ich das Bild komplett in Photoshop korrigieren muss (das wär auch nicht Sinn der Sache, schließlich bin ich Fotografin und kein Digital Artist ;))

Durch jahrelange Übung und das fotografische Auge wie auch die eigene Kreativität sieht ein Fotograf manchmal auch Ecken, Plätze und Momente die ein atemberaubendes Foto ergeben können, auf die man sich als Foto machender Gast einfach nicht konzentriert - warum auch?

Abgesehen davon fotografiere ich oft mit zwei Kameras und zwei verschiedenen Objektiven gleichzeitig, was noch mal eine Vielfalt an Bildern bewirkt.





4. Niemand verpasst etwas Wichtiges
Es ist wie auf einem Konzert. Wenn man die ganze Zeit Fotos und Videos von der Band macht, verpasst man die ganzen wunderschönen Momente und kann sich nie fallen lassen. So ist es auch wenn man als Gast unbedingt Fotografieren muss.




5. Eine kleine spaßige Auszeit vom Hochzeitstrubel
Wenn man genug Zeit einplant, kann das Paarshooting mit euch beiden eine wundervolle Auszeit vom ganzen Gewusel sein! Ihr könnt mal durchatmen, mit mir quatschen und natürlich euch vollkommen auf euch beide konzentrieren und wunderschöne Bilder mit mir erschaffen :)


6. Die Erfahrung & doppelt hält besser
Durch meine jahrelange Erfahrung habe ich schon viele schwierige Fotosituationen erlebt und letztendlich auch gemeistert. Ich bin was mein Euquipment angeht für alle Fälle gerüstet, weiß was zu tun ist und kann Probleme lösen.

Des weiteren ist alles doppelt gesichert. Ich sichere immer auf zwei Speicherkarten gleichzeitig und habe jedes Teil meines Equipments doppelt dabei. Sobald ich Zuhause bin, werden die Bilder auf mehrere Festplatten gesichert. So kann wirklich nichts verloren gehen.

7. Das Rundumsorglospaket
Mein persönlicher Lieblingspunkt! Ich glaube meine liebe Braut Kerstin war es, die es so nannte. Als Fotografin bin ich eine eurer engsten Vertrauten an eurem großen Tag. Abgesehen von meiner Fotografischen Begleitung mache ich noch ganz viele andere Dinge.

Kennt ihr die "How I met your mother" Folge, in der Marshalls Vater beerdigt wird? Da ist Robin die Lasterlady und hat in ihrer Tasche alles was gebraucht wird. Das trifft ziemlich genau meine Funktion auf Hochzeiten. In meiner Tasche befinden sich Sicherheitsnadeln, Sonnencreme, Handcreme, Tempos, Obs, Schmerztabletten, Lactosetabletten usw. Kerstin habe ich beispielsweise auf ihrer Hochzeit eingecremt, weil die Sonne so krass gebrannt hat an dem Tag. Abgesehen von meiner Wundertasche beruhige ich eure Nerven, bringe euch zum Lachen, halte euch das Händchen, trag die Schleppe, organisiere wenn was nicht nach Plan läuft, suche Gäste die gebraucht werden usw.


Nachteile, die gegen einen Hochzeitsfotografen sprechen

1. Der Kostenfaktor
Ich habe wirklich lange darüber nachgedacht aber der einzige Nachteil, der mir einfällt ist tatsächlich "nur" der Kostenfaktor. Klar, es ist teuer einen Fotografen den kompletten Tag zu buchen. Ihr könnt euch aber einfach mal die Frage stellen, welche Bilder euch am wichtigsten sind; brauche ich unbedingt Bilder vom Styling bis der letzte betrunken vom Stuhl kippt? Natürlich ist das sicher cool, aber wenn das Budget eine Grenze hat, kann man sich auch einfach auf die wichtigsten Punkte konzentrieren. Reicht es mir schöne Bilder von Trauung und Paarshooting zu haben oder möchte ich auch Fotos von der Feier und den einzelnen Gästen? Ist es mir wichtig den kompletten Tag im Kasten zu haben oder reichen auch Bilder bis zum frühen Abend?

Viele Fotografen, wie auch ich, sind stundenweise buchbar; das heißt bei mir kann ein Angebot immer individuell an die Gegebenheiten der jeweiligen Hochzeit angepasst werden. Ihr könnt mich für 1 - 2 Stunden buchen aber genauso freue ich mich auch 12 Stunden und länger an eurer Seite zu sein. Holt euch einfach ein paar Angebote von Fotografen ein, deren Arbeit ihr schätzt und überlegt was euch wichtig ist. Dann kommt ihr am Ende sicher auf einen Nenner, der euch auch im Nachhinein zufrieden macht! :)

Fallen euch noch weitere Vorteile ein, die für einen Hochzeitsfotografen sprechen? Wie sind eure Erfahrungen? Oder vielleicht sogar Nachteile? Ich bin gespannt was ihr dazu sagt.

Machts gut ♥

Corinna


28 Dezember 2014

Goodbye 2014!

2014 neigt sich dem Ende zu und ich mache mir wie jedes Jahr Gedanken.
War das Jahr gut? War ich zufrieden mit dem, was ich erreicht habe? Hab ich die Zeit genutzt und gleichermaßen auch genossen?
Ich glaub pauschal davon zu sprechen, dass ein Jahr gut war, ist fast nicht möglich, da es aus so vielen kleinen Momenten besteht, von denen mit Sicherheit viele sehr wundervoll waren. Und diese wundervollen kleinen Momente sind hauptsächlich den Menschen, mit denen wir sie verbringen, zu verdanken. Für mich ist meine Familie das wichtigste auf der Welt. Diese Menschen sollte man niemals vergessen oder zu kurz kommen lassen und ihnen zu jederzeit sagen, wie froh und dankbar man ist, sie zu haben. Leider tut man das viel zu selten. Ich freue mich auf ein neues aufregendes Jahr mit all diesen Menschen und auch mit denen, die ich noch kennen lernen werde.

Wenn ich auf das Jahr 2014 fotografisch zurückblicke, fallen mir drei Dinge ein, die besondere Höhepunkte für mich dargestellt haben und dazu möchte ich euch eine kleine Zusammenfassung schreiben. Was waren eure Höhepunkte? Habt ihr etwas besonderes erlebt oder erreicht? Euch vielleicht ein lang gesetztes Ziel erfüllt?


1. Gewerbeschau in Wörth an der Donau

Anfang des Jahres habe ich von der Stadt Wörth eine Einladung zur Gewerbeschau bekommen. Ich war erstmal ganz schön aus dem Häusschen, denn ich hab mich riesig geehrt gefühlt. Das lag daran, dass ich mit meiner etwas ausgeflippten und "absonderlichen" Art von manchen Leuten nicht ganz ernst genommen werde, speziell Behörden und Menschen mit - Pardon! - einem "Stock im Arsch" tun sich da oft schwer. Diese Einladung hat mir gezeigt, dass es auch anders geht. Die Vorbereitungen haben mich ganz schön aufgefressen, denn ich wollte alles richtig machen aber das gelingt beim ersten öffentlichen Auftritt von egal was NIE. Standplanung, Bilderauswahl, Programm, Stellwände, Dekoration und und und. Ich war monatelang damit beschäftigt alles zu perfektionieren. Aber Hey, perfekt gibt es ja sowieso nicht. Im Juni war es dann soweit. Ich glaub ich konnte mich zwischen den ganzen alt eingesessenen Betrieben und Gewerben, die anwesend waren, ganz gut behaupten und hatte einen Menge Spaß mit ganz vielen entzückenden Menschen, die ich kennen gelernt habe. Die zwei Tage waren mega anstregend und das Wetter hat auch nicht ganz mitgespielt (einmal war es mega heiß und einmal hat es wie aus Eimern geschüttet) aber im Großen und Ganzen würde ich das auf jeden Fall als Erfolg verbuchen. Und das wichtigste: Ich war dabei, hab eine neue Erfahrung gemacht und hatte Spaß. Und das ist viel wichtiger als alles andere. Wer keine Zeit für Spaß findet, hat im Leben verloren.

2. Alice im Wunderland Projekt

Das Jahr über saß ich immer wieder an meinem Masterprojekt, das mir mehr als alles andere am Herzen lag. Alice im Wunderland. Ich hab mich in dieser Geschichte gleichermaßen verloren wie auch wiedergefunden. Manchmal kann man sich als Ausstehender schlecht vorstellen, was alles zu so einem Projekt dazu gehört und es fällt einem schwer nachzuvollziehen, warum es so aufwendig ist. Der größte Brocken des Projekts, die Mad Teaparty ist nun endlich im Kasten. Das war mitunter der schwierigste und anstrengste Teil. Kostüme designen und schneidern, Requisten basteln und ranschaffen, die Planung der Cupcakes, Locationsuche, Termin mit Models und den restlichen Beteiligten finden, Umsetzung, Wetter, an so viele Dinge musste gedacht werden. Das schwierigste war am Ende tatsächlich das Wetter, aber wir hatten an dem einen Tag unendlich viel Glück. Einer der letzten schönen Sommertage. Ein weiteres Problem tat sich auf, als ein Model absprang, nähres dazu könnt ihr in einem früheren Post lesen. Schlussendlich war es ein erfolgreiches Shooting und alle Beteiligten haben ihr Bestes gegeben um mein Projekt zu realisieren. Ich bin sehr froh, dass ich es genau mit den Menschen umsetzen konnte, die letztendlich auch beteilgt waren. Sie haben in ihren Rollen wirklich geglänzt und ich glaube auch, dass es auch euch Freude bereit hat, die fertigen Bilder zu betrachten.

3. Erste Hochzeit

Im Sommer wurde ich von einem sehr netten Mädchen für ihre hoffentlich einzige und meine erste Hochzeit gebucht! Das war eine richtige Premiere für mich und ich war monatelang wirklich aufgeregt deswegen. Man sollte anmerken, dass die Hochzeit erst im Oktober war. Darüber gabs übrigens auch bereits einen Post. Ich bin ja schon ein heimlicher Fan von Happy Ends, Tränen und Emotionen, deshalb hat mich diese Hochzeit wirklich berührt und ich hoffe, dass es nicht meine letzte war. Dieser Tag hat mir auch gezeigt, dass man planen kann so viel man will, wenn es doch anderes kommt, muss man eben flexibel sein. So ging es uns mit dem tatsächlichen After Wedding-Shooting. Uns wurden Fotos bei der eigentlich geplanten Location verwehrt, weshalb wir auf einer Wiese und einem Spielplatz improvisiert haben. Und wisst ihr was? Ich glaube die Bilder hätten gar nicht besser werden können, wenigstens konnten wir dort nämlich machen, was wir wollen ohne auf irgendwelche Leute groß Rücksicht nehmen zu müssen. Ich wünsch euch nochmal alles Gute ihr Zwei, ihr seid ein tolles Paar!

Ein großes Dankeschön an alle Menschen, mit denen ich 2014 verbringen und zusammen arbeiten durfte, an alle Kunden, die mir ihr Vertrauen entgegen gebracht haben und alle Fans, Freunde und die Familie, die mich unterstützen. Ich wünsche euch nur das Allerbeste, viel Glück, Erfolg, Liebe und vor allem Gesundheit im neuen Jahr!

30 Oktober 2014

Just married! - mein erstes After-Wedding-Shooting

Man war ich aufgeregt! Aber die liebe Christin und auch der liebe Sven waren so freundlich und die Ruhe in Person, dass ich mich einfach von der entspannten Atmosphäre anstecken lies.

Geheiratet haben die beiden Süßen auf einer Burg. Als ich dort ankam, war ich wirklich beeindruckt. Das Motto lautete ja "Purple Rain" und alle Anwesenden trugen irgendwas in Lila. Sei es ein Kleid, Schmuck, eine Krawatte, Schuhe oder eine Tasche. Es gab keine Ausnahme. Eine junge Dame hatte sogar eine lila Haarsträhne, das nenne ich mal Aufopferung und Liebe zur Braut!

Die Location war wirklich super schön um nicht zu sagen traumhaft, nur leider war dort das Fotografieren auf dem gesamten Gelände nicht erlaubt. Ganz komisch. Wir waren alle etwas überrascht und ich glaube jeder hatte in dem Moment den gleichen Gedanken: "Was für Spießer!"
Nach dem Standesamt mussten die beiden sich erstmal dem Reissegen ergeben, der auf sie niederprasselte, bevor es weitergehen konnte.


Also fuhren alle Anwesenden, mich eingeschlossen, in einem langen Konvoi wild hupend durch sämtliche Dörfer um zum Ort der anschließenden Feier zu gelangen. Dort war alles liebevoll vorbereitet und dekoriert worden. Natürlich alles in Lila bzw. Pink. Erstmal gabs dann den ganz klassischen Blütenregen über das Paar und anschließend bin ich mit dem Brautpaar zum After-Wedding-Shooting verschwunden. Dazu nutzen wir eine Wiese und einen nahegelegen Spielplatz. War zwar nicht so geplant aber gemeinsam konnten wir doch ganz wunderbare Bilder zaubern ♥















Als wir zurückkehrten hatten die beiden erst noch eine kleine Aufgabe zu erfüllen. Ein Banner der Liebe mit einer Nagelschere kleinkriegen ist schwieriger als gedacht! Es sah jedenfalls nach einer Menge Spaß aus. Am Ende hat Sven seine Braut über die "Schwelle" getragen und die beiden konnten endlich mit ihren Freunden und der Familie ihren großen Tag feiern.

Für mich selbst war es eine wundervolle Erfahrung und ich hoffe, dass das nicht meine letzte in diesem Bereich war. Ich bin, wie man sieht, auch für Hochzeiten und Familienbilder zu haben. Wenn ihr Interesse habt, könnt ihr mir gerne eine Nachricht schreiben, ich würde mich freuen :)

Christin & Sven, alles Liebe und Gute euch beiden ♥