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01 April 2018

Glück ist was du draus machst - #Rückblick Januar - März


Im Gegensatz zu vielen anderen bin ich unglaublich ruhig im Kreise meiner Familie ins neue Jahr gestartet. Darüber war ich sogar ziemlich dankbar und froh. Ich hab das Gefühl, dass ich jedes Jahr ein bisschen weniger Party brauche. Vielleicht werd ich alt, vielleicht werd ich langweilig. Aber who cares? Wir haben seit langem Mal wieder Raclette gemacht (wie vermutlich jeder von euch? ☺) und es war eine riesige unglaublich leckere Fressorgie mit total leckeren Kombinationen wie Garnelen mit Mango. Danke Pinterest für diesen Gaumenschmauß! Müsst ihr auch mal testen! Es war ein schöner Start ins neue Jahr. Während draußen die Raketen den Himmel erleuchteten und die Welt in Smog hüllten, dachte ich über das neue Jahr nach. Wo will ich hin, was wünsch ich mir?


Vorsätze - Pläne - Wünsche
Wie viele von euch hatte ich mir ja auch einige Vorsätze fürs neue Jahr zurecht gelegt. Der vermutlich lustigste davon ist mein Arschloch-Glas. Jedes Mal wenn ich mich (oder jemand anderes in meiner Bude) wie ein Arschloch verhalte, wandern 10 ct in das Glas. Das gilt aber eben nur für Arschloch-Reaktionen. Wer zurecht aufgebracht ist, provoziert wird oder Ähnliches ist davon natürlich freigestellt ;) Ein weiterer Vorsatz war es viel organisierter zu werden. Vielleicht seid ihr auch Kreativ-Menschen, dann könnt ihr das vermutlich ein bisschen nachvollziehen... ich werkle einfach gerne vor mich hin in meinem kreativen Chaos, so fühle ich mich am wohlsten, aber um erfolgreich und effizient zu arbeiten braucht man leider doch ein gewisses Maß an Organisation, das ich gerne immer wieder zur Seite schiebe. Fürs neue Jahr hatte ich geplant, einfach mehr mit Listen und Kalendern zu arbeiten, außerdem habe ich dank neuer Hardware meinen Workflow mega optimieren können. Bis jetzt klappt das also ganz gut. Auf meiner Liste stehen ansonsten noch "Aktionen" und "kreative Projekte" umzusetzen. An beiden Aufgaben bin dran ;) Der einzige Punkt, der momentan schleifen gelassen wird (man kann ja nicht alles perfekt machen! :D) ist die Fitness-Geschichte, aber das wird schon.
nicht sichtbar: 20 ct, die bereits darin liegen (gute Quote oder?)


Sie hat Ja! gesagt - auf nach Amberg
Mitte Januar stand die erste Hochzeit des Jahres für mich auf dem Plan, zu der mich meine Mama begleitete. Das klingt erstmal ziemlich seltsam, aber zu dem Zeitpunkt konnte ich aufgrund meiner nervigen Fußverletzung eine solche Strecke noch nicht alleine fahren. Fotografieren, zur Location gehen, rumwuseln und länger als gewohnt Auto fahren sind eben doch noch etwas zu viel für Füßchen gewesen. Die Trauung von Jana & Tobi war wunderschön und weil ich die Jana schon ein bisschen kenne, kamen auch mir zwischenzeitlich die Tränen - hach! Es war für mich ein wunderbarer Start in die Hochzeitssaison 2018.


On the road to Buchen 
Als der Januar bereits fast vorüber war, setzten wir einen lang geplanten Wunsch relativ spontan in die Tat um als wir zufällig auf eine Züchterin für Aussiedoodles in der "Nähe" stießen. Alle anderen Aussiedoodle-Würfe waren entweder bereits reserviert oder so weit weg, dass ich dem Welpen so eine lange Fahrt nicht zumuten wollte. Also haben wir uns ins Auto gesetzt und sind nach Buchen gefahren. Die Welpen waren alle so wunderschön - aber dann kam er. Er legte seine Vorderpfoten auf mein Bein, kam ganz nah zu meinem Gesicht und sah mir in die Augen. BÄM - ich war verliebt. Der kleine Racker hält uns ganz schön auf Trab aber er ist auch ein mehr als wundervolles Familienmitglied. Jeden Abend, den ich vor dem Rechner verbringe liegt der kleine Pups neben mir und döst oder kaut auf seinem Knochen rum. Mit Ace im Haus fühlt man sich niemals allein, den der kleine Stalker ist nämlich immer in meiner Nähe und guckt was ich so mache :) Mehr Infos über Ace gibts hier.





Im Februar hab ich bereits fleißig an meinen Vorsätzen gearbeitet und direkt mal die zwei ersten freien Projekte des Jahres umgesetzt.

Von Priestern und Orks
Das erste Projekt war ein Cosplay-Shooting mit meinem Freund Chris. Er hat ein unfassbar cooles Priester-Cosplay aus World of Warcraft (wer es nicht kennt: ein Mehrspieler-Rollenspiel, bei dem man nicht auf Pause drücken kann und Internet braucht um es spielen zu können) angefertigt. Ich war so angetan, weil ich das Game selber jahrelang gespielt hab und auch noch als Klasse einen Priester. Meiner sah zwar nicht so aus, aber vertraut wars mir trotzdem und um all den wunderbaren Ingame-Jahren Tribut zu zollen, musste ich das auf jeden Fall fotografieren - außerdem ist Fantasy einfach mein Ding.


Cinderella im Schnee
Mitte Februar hatten Christina und ich eigentlich bereits die Hoffnung auf Schneefall (und liegen bleiben) aufgegeben und unsere Idee vorerst begraben. Wir trafen uns schließlich um ihren Geburtstag nachzufeiern und der Zufall bescherte uns einen Tag vorher mega viel Neuschnee. Wir konnten unseren Augen kaum trauen und waren unfassbar aufgeregt. Großer Gott, wir waren ja so glücklich. Die Planung für das Shooting musste natürlich entsprechend schnell gehen und dafür, dass alles mega kurzfristig war, sind einfach großartige Fotos entstanden. Ihr könnt euch wirklich auf ein paar märchenhafte Bilder freuen. Das Beste an dem Ganzen ist: das Kleid gehört nun zu meinem Fundus und zukünftig könnt ihr auch in die Rolle von Cinderella schlüpfen ♥ Einen genauen Umfang sowie Preis werde ich aber noch bekannt geben.
Ein kleines Outtakebild ;)

Glück ist was du draus machst
Besonders im Kopf bleiben werden mir die vielen wundervollen Spaziergänge mit Ace am Altwasser und durch die Felder in unserem geliebten Hinterland während die Sonne lachte, aber unsere Wangen von der Kälte brannten. Manchmal hab ich die Kamera mitgenommen und seit sehr langer Zeit wieder mal ganz ungezwungen fotografiert. Einfach was ich sah und mir gefiel. Klar mit dem Gedanken an Perspektive, Ausschnitt und alles. Aber ohne diesen Druck irgendwas tolles für Social Media oder sonst jemanden anzufertigen. Einfach für mich. Aus Freude an der Fotografie. Das tat so gut.  Das hat mir wieder Mal aufs neue gezeigt, dass die kleinen und einfachen Dinge im Leben einen am glücklichsten und reichsten machen. Vergisst man leider viel zu oft.







Der März verflog in meinen Augen regelrecht. Ich kann manchmal einfach nicht verstehen wohin die Zeit rennt. Seit wann ist das so? Früher dachte ich immer, das sagen immer nur alte Leute, aber entweder gehöre ich da jetzt dazu oder das war einfach Unsinn. Wer weiß?

Bloggerstammtisch
Im März war ich zu meinen allerersten Stammtisch überhaupt eingeladen - wie aufregend! Die liebe Denise von MissXtravaganz hat das ganze wirklich super organisiert und ich fühlte mich durchaus ein wenig geehrt eingeladen worden zu sein. Stattgefunden hat das ganze Meetup im Marple & Stringer, was übrigens echt zu empfehlen ist. Das Essen ist mega lecker und total gut gewürzt, ich finde das wird in manchen Lokalen immer etwas vernachlässigt. Mit dabei waren noch viele andere Mädels und auch Jungs aus der Regensburger Blogger/Influenzer/Fotografie und Instagramszene. Es war sehr interessant sich mit den Leuten dort auszutauschen und es sind durch und durch total sympathische liebe Menschen und ich freue mich deshalb sehr auf den nächsten Stammtisch. Einige von ihnen kannte ich schon vorher online, aber es ist einfach total schön, die Menschen hinter den Profilen kennen zu lernen, weil einem das grade auch wieder zeigt, was das Internet (und vielleicht speziell Instagram) für eine Scheinwelt sein kann. Alles was man dort sieht, ist immer nur ein Bruchteil aus dem Leben eines Menschen. Man kann niemals aufgrund dessen auf die Person dahinter schließen :)


Neue Fantasyaktionen
Immer wieder wenn ich an meinen Schreibtisch sitze, fällt mein Blick auf diesen kleinen Notizzettel, auf dem ich zwischen den Jahren meine Vorsätze notiert hab. Eines schönen Märzabends hab ich alles verworfen, was ich sonst so geplant hatte (inklusive Schlafenszeiten) und mich vor dem Rechner einquartiert. Vor mir mein dickes, fettes Projektbüchlein und eine große Tasse Kaffee. Los ging's! Einige Stunden und viele sprudelnde Ideen später waren ein paar Seiten im Projektbuch voll geschrieben und einige Päckchen auf dem Weg zu mir. Ich hab mir so viele wunderbare Dinge einfallen lassen; ihr werdet begeistert sein <3 Ich kann es selber kaum erwarten, bis endlich alle Sachen da sind und ich mit dem Basteln beginnen kann - es ist nämlich noch viel zu tun und wenn die Zeit weiter so rennt bin ich erst zu Weihnachten fertig ☺

Ich bin sowas von bereit für den Frühling - kann es kaum erwarten endlich wieder Blumen außerhalb der Badewanne in freier Natur zu erleben und freue mich auf alle neuen und alten Kunden, die im Frühling den Weg zu mir finden <3


01 Oktober 2017

Vernissage "Festival für die Sinne"


Heute möchte ich euch ein bisschen was über den Eröffnungsabend unserer lang geplanten Vernissage erzählen. Ich war ein bisschen aufgeregt, weil es im Grunde meine erste richtige Vernissage war. Die Ausstellung vom VHS Kurs und die von meinem Fotoclub (bei dem ja hauptsächlich Kinder dabei sind) zähl ich mal nicht mit. Unsere Vernissage selbst trug den geflügelten Titel "Festival für die Sinne", passend wie die Faust aufs Auge. Leider verging die Zeit wie im Flug. Ich wünschte der Abend wäre länger gewesen.

Ausgerichtet wurde die Vernissage in den ausgefallenen Räumlichkeiten der Kaffeerösterei & Brennerei Schweiger, die die Besucher mit Likören, Edelbränden und Kaffee versorgten. Ich werde auf jeden Fall nochmal dort vorbeischauen und mich mal beraten lassen, denn der Kaffee beim Aufbauen war echt unfassbar lecker! Das Team ist übrigens auch total nett und man kann sich wunderbar miteinander unterhalten :) Interessant an den Räumlichkeiten ist übrigens, dass Verkaufsraum und Produktion am selben Ort sind. Deshalb konnte ich meine Flyer in der riesigen Kaffeemühle ausstellen - ne tausend mal coolere Präsentationsfläche als ein langweiliger Tisch.

Den bunten Haufen an Ausstellern vereint und das ganze organisiert hat die wunderbare Lisa von Eigen Art. Sie ist selbst ein kreativer Kopf und zeigte bei der Vernissage vor allem ihre selbst gemalten Kunstwerke und Edelsteine in verschiedenen Formen. Hier seht ihr einen kleinen Ausschnitt ihrer Arbeit. Weitere Bilder folgen noch via Facebook oder noch besser: ihr guckt euch einfach die Originale vor Ort an ;) 

Für das leibliche Wohl sorgte das Team von AMITA mit ihren ayurvedischen Häppchen. Dem gegenüber war ich erst ein bisschen skeptisch, denn ich bin doch eigentlich eher der deftige Esser.  Des weiteren wurde ein Teil der Speisen mit einer Blüte garniert serviert. Ich dachte nur: ich bin doch kein Kaninchen! Aber da ich ja doch irgendwie ein sehr offener Mensch bin, hab ich einfach mal probiert und ich muss ehrlich sagen, es war super lecker, sodass ich mehrmals nachgefasst habe. Die Blüte hat übrigens ein bisschen wie ein echt scharfes Radieschen geschmeckt. Egal wie skeptisch man ist, man sollte immer Neues ausprobieren und über seinen Tellerrand blicken :)

Ayurvedische Leckereien
Musik machten natürlich meine lieben Freunde von ROSE - das war echt der perfekte Sound zur Vernissage. Nicht zu aufdringlich, aber trotzdem mit viel Leidenschaft.  Und immer wieder zuckersüß wie sie extra für mich meinen Lieblingssong ankündigen. Ich werd jedes Mal ein bisschen rot! Ihr seid einfach toll! Auch beim restlichen Publikum kamen ihre selbst geschriebenen Songs wirklich gut an. Hört mal rein und überzeugt euch selbst :) 

Die letzten im Bunde waren Naturbetten Schmidleitner. Für alle, die der nächtlichen Ruhe beraubt werden vielleicht die richtige Anlaufstelle um wieder zu einem gesunden Schlaf zu finden. 

Aber nun ein paar mehr Hintergrundinfos zu meinem Beitrag. Ich durfte mich im Vergleich zu meinen sonstigen Arbeiten mal mit was ganz Neuem beteiligen! Normalerweise setze ich Menschen oder je nachdem auch mal Fabelwesen in Szene. Diesmal allerdings galt meine Aufmerksamkeit den Schmuckstücken von Eigen Art. Mein Ziel war eine kunstvolle Inszenierung von Mensch und Edelstein (und meinen Kostümen, hihi). 

Die Schwierigkeit lag definitiv darin jedes einzelne Bild anders aussehen zu lassen obwohl der Fokus bei den meisten Bildern immer gleich lag: nämlich auf der Halskette. Abgesehen davon durfte auch nichts ablenken. Deshalb habe ich auf den meisten Bildern das Gesicht des Models nur angeschnitten - Augen lenken natürlich viel zu sehr ab. 


ROSE live on stage
Am Ende hatte ich 10 vollkommen unterschiedliche Bilder zum selben Thema. Das erste Mal, dass ich wirklich in einer Serie gearbeitet habe. Ich bin mega stolz auf die Ergebnisse und freue mich total mal in eine komplett andere Richtung gegangen zu sein, aber das immer noch mit einem Hauch Corinna. Es war ein riesen Spaß die Bilder umzusetzen und sich kreativ austoben zu können, denn Lisa überlies mir völlig freie Hand was die fertigen Bilder anging. Zwei meiner Werke konntet ihr ja bereits auf meiner Seite betrachten. Nach und nach werde ich auch die restlichen Bilder hochladen. Ich hoffe sie gefallen euch, lasst gerne Feedback da.

Am Eröffnungsabend herrschte eine grandiose Stimmung. Während ROSE für den Hintergrundsound sorgten, schlenderten die Besucher durch die Rösterei und liesen die Kunst auf sich wirken, probierten alles aus und unterhielten sich. Die Wände waren gespickt mit meinen Fotografien und den gemalten Bildern von Lisa. In jeder Ecke gab es was neues zu entdecken. Das Besondere an unserer Vernissage war einfach, dass es keine sterile Ausstellung war, wie man es aus einigen Galerien kennt. Es war ein ungezwungenes Aufeinander treffen von verschiedenen Menschen, die überzeugt davon sind, was sie tun. Das zwanglose Unterhalten mit den Künstlern und Ausstellern, die vielen Dinge, die es zu entdecken gab; schon allein die Location sorgte dafür, dass sich alles gemütlich und man sich selbst Willkommen fühlte. 

Aktuell bin ich leider immer noch gehandicapt was mein Bein angeht, weshalb ich auf derVernissage deshalb mithilfe meiner Krücken und einem rollenden Hocker unterwegs war. Zwischendurch echt anstrengend aber ich bin ungeheuer froh, dass ich überhaupt dabei sein konnte. Ich durfte ein paar tolle Gespräche mit einigen lieben Menschen führen. Es macht so viel mehr Spaß von Angesicht zu Angesicht mit den Leuten über seine Arbeit sprechen zu können. Es war großartig. Vielen Dank an alle. Das war übrigens definitiv nicht meine letzte Vernissage! ;)

Hi, wir sind die Aussteller!

07 Januar 2015

Making of - Alice in Wonderland - The Mad Teaparty


Ein Blick hinter die Kulissen - was alles schief laufen kann - woran man denkt, oder auch nicht - eine kleine Geschichte über das wichtigste meiner Projekte.

Die Idee der Mad Teaparty stand ja schon sehr lange aber die Umsetzung dauerte und es gab viele Widrigkeiten, die wir überwinden mussten. Angefangen vom miesen Wetter, über Ersatzmodels, Cupcake-Bestellungen und Stornierungen aufgrund Terminverschiebung, Mückenstichen und und und...

Inspiriert wurde ich natürlich durch die klassische Alice im Wunderland Geschichte, durch den Film aus 2010 und vielen anderen Bildern und Inszenierungen im Internet. Daraus wurde dann zusammen mit meinen persönlichen Vorstellungen meine eigene Mad Teaparty, so wie ich es mir vorstellte!

Models:
Mir war von Anfang an klar, dass ich als Models Freunde von mir haben wollte, weil ich wusste, dass es unter Umständen etwas nervenaufreibend werden könnte. Ich brauchte jemanden, von dem ich wusste, dass ich mich verlassen konnte und der die Geduld mitbringt.
Als sich eine "Freundin" überraschend vom Projeklt löste, brauchte ich dringend Ersatz und da man sich auf die Familie bekanntlich immer verlassen kann, fragte ich meine Mama. Sie hat zufälligerweise rötliches Haar und Locken. Perfekte Voraussetzung also. Gesagt, getan. Haare gefärbt, mit Papilotten geschlafen, angezogen, geschminkt, geshootet, Happy End.

 
Mückenspray Ahoi!
Location:
Das war prinzipiell eine einfache Sache, allerdings musste ich aufgrund der damaligen miesen Wetterlage nach etwas Ausschau halten, was auch bei Regen benutzbar ist. Letztendlich hab ich aber dem Wettergott vertraut und dort geshootet, wo ich von vornherein gerne hinwollte: an einem Altwasser. Das brachte allerdings ein weiteres Problem mit sich: Mücken! Ich hab natürlich schon mitgedacht und Mückenspray gekauft, sogar zwei verschiedene!, aber wirklich geholfen hat es nicht. Am Ende des Tages zählte ich nur auf meinem Rücken 24 Stiche! Und den anderen ging's nicht viel besser. Aber wir blieben tapfer und machten unser Ding und es wurde wundervoll.

Requisten:

Anfangs machte ich mir eine Liste, was bei der Teaparty alles an Requisten und Dekoration anwesend sein soll. Das Wichtigste war natürlich Geschirr in sämltichen Varianten. Das besorgte ich mir vor allem auf Flohmärkten. Die Schweberahmen und die Uhr, wie auch Tische und Stühle und andere Kleinigkeiten waren bereits in meinem Besitz. Die Tischdecken waren bunt

zusammen gewürfelte Stoffe aus unserer Fundgrube. Ein weiteres wichtiges Detail waren für mich die Cupcakes, da ich einige typische Szenen aus Alice "wörtlich" inszenieren wollte. Dazu gehörte natürlich der allseits bekannte "Eat me" - Kuchen. Also zeichnete ich mehr schlecht als recht Skizzen und fragte in der Cupcakery in Regensburg an. Kein Problem, wir kriegen das schon hin, wurde mir gesagt. Und ich war bei der Abholung wirklich mehr als zufrieden. Scheiße, die Dinger waren fast zu schade zum Essen!

Kostüme:
Am Anfang kam es natürlich darauf an, Skizzen anzufertigen. Beim Kostüm des Hutmachers orientierte ich mich prinzipiell sehr stark an der Verkörperung von Johnny Depp. Durch anders aussehende Stoffe und Dinge, wie die Stiefel (die ich zufällig auf dem Flohmarkt fand) bekam alles meine ganz eigene Note.
Das Jacket war eine alte Lederjacke meiner Mutter, deren Reissverschluss entfernt und durch verzierte Knöpfe ersetzt wurde. Die Weste gehörte meiner verstorbenen Großmutter, ich fand den Gedanken schön, dass ein Teil von ihr Teil meines Traumprojektes wurde. Diese haben wir ein bisschen umgeschneidert und ebenfalls mit verzierten Knöpfen versehen. Der Hutstoff, wie auch der Stoff für Schleife und Band stammen aus einem Schneiderladen in Regensburg. Eine Schneideranleitung für den Hut fand ich im Internet. Es lebe das Vlisiline! Die Hose war eine Leggins aus meinem Kleiderschrank und die Handschuhe ebenfalls ein Flohmarktfund für 1 €!! Und das wars auch schon!
Das Kostüm des weißen Kaninchens orientierte sich ebenfalls sehr stark am 2010er Film. Die große Herausforderung hier waren definitiv die Hasenohren. Ich habe mich hier für Modelliermasse entschieden, diese rührt man zusammen mit Wasser an und formt sie dann nach Belieben. Das gelang mir überraschend gut. Nächste Schwierigkeit war dann die Bemalung der Ohren und da ich im Malen/Zeichnen 100 % untalentiert bin, hab ich das - Pardon! - hart verkackt. Ich hab das Ergebnis gehasst. Am Schluss haben wir die Ohren außen noch mit Fell beklebt und Fertig waren sie! Aber die fertigen Bilder des Kaninchens fand ich von allen fast am Schönsten. Die liebe Meli war doch das perfekte Model.

Make-up:
Der letzte Schliff und oft das i-Tüpfelchen der Perfektion ist das richtige Make-up. Diesmal natürlich wieder aus den Pinseln von meiner besten Freundin Daniela. Wir sprachen vorher grob die Farbgebung und Akzente ab aber ich kann ihr da vollkommen vertrauen und das Ergebnis war einfach bezaubernd! Wichtig beim Hutmacher war vor allem das verrückte Aussehen und Betonen der markanten Gesichtszüge. Wir haben Mitte 2013 das erste Mal über die Planung des Projektes geredet und erste Skizzen wie auch Beschreibungen angefertigt. Es ist ein schönes Gefühl, wenn man nach langer Arbeit endlich am Ziel ist.

Der ganze "Arbeits"tag dauerte glaube ich 7 - 8 h. 3 - 4 Stunden waren wir bereits mit dem Make-up der drei beschäftigt, anschließend bauten wir die Requisten an der Location auf und fingen an. Nach dem erfolgreichen Shooting saßen wir übrigens alle zusammen, aßen die Cupcakes und feierten diesmal eine nicht inszenierte Teaparty. Die Kinder, die neben uns am Ufer gespielt haben, haben ganz schön blöd aus der Wäsche geguckt als sie uns verrückten Gestalten mitten in der Pampa mit einem voll bestückten Tisch
lachend und essend gesichtet haben.

Das war definitiv nicht mein letztes Großprojekt und das nächste findet dann mit Sicherheit mit fremden Models statt. Darauf freue ich mich schon. Das heißt allerdings nicht, dass Alice im Wunderland beendet ist. Es kommen noch zwei weitere Charaktere in die Inszenierung aber da müsst ihr euch noch gedulden.

Ich hoffe euch hat dieser kleine oder auch große Einblick hinter die Kulissen gefallen.

09 Oktober 2014

Making of! - Die kleine Meerjungfrau

Bei diesem Konzept war es mir, wie sonst auch, sehr wichtig, dass das komplette Kostüm selbst gemacht ist (abgesehen von dem Dreizack, den habe ich tatsächlich gekauft). Deshalb hab ich mich von Anfang an dazu entschieden, keine fertige Flosse zu kaufen, sondern selbst eine anzufertigen. Das komplette Kostüm ist eine Eigenkreation (außer der Kopfschmuck, das Tutorial hierfür stammt von Laura Helena). Darauf bin ich sehr stolz, denn meistens lasse ich mich von anderen Menschen, Zeitschriften oder Filmen inspirieren. Ich denke, dass kann jeder kreative Mensch nachempfinden.

Das Grundkonzept der Meerjungfrau war so etwas wie eine kleine Arielle. Eine hübsche Meerjungfrau, ganz schlicht mit Schwanz und Muscheloberteil. Da mir das für meine Art von Arbeiten irgendwie zu langweilig schien dachte ich weiter und beschloss das Bild einer ehrfurchtgebietenden Kriegerin zu erschaffen. Doch warum nicht beides?

Mein Fischschwanz besteht aus Stoff. Der Innenstoff der Flosse ist mit starker Vlieseline verstärkt, damit sie nicht so wabbelig wurde. Der dunkelblaue Tüll, der die Flosse umsäumt war Restmaterial, welches noch in einer der vielen Stoffkisten rum lag. Der gesamte Fischschwanz wurde aus einem Hollogrammstoff mit aufgedruckten Schuppen angefertigt, welcher superschön in der Sonne schimmert und durch das Elasthan perfekt anliegt. Sandra "Ich fühl mich wie eine echte Meerjungfrau mit dem tollen Stoff!"

Die einzige Schwierigkeit bestand beim tatsächlichen Schwimmen darin, dass sich der Stoff, vor allem die Flosse, ständig mit Wasser vollgesogen hat, sodass mein armes Model immer wieder mit dem Untergehen zu kämpfen hatte. Aber frei nach dem Motto "Wer schön sein will muss leiden", hat sie sich angestrengt und das ganze wundervoll umgesetzt. Es war wirklich eine tolle Zusammenarbeit.


Das Bikinioberteil besteht im Endeffekt nur aus zwei großen Muscheln, in die Löcher gebohrt wurden. Anschließend haben wir eine Paketschnur eingefädelt, verknotet und schon war das Oberteil fertig. Die Muscheln waren auch der Hauptgrund, warum ich ein Model mit kleinerer Körbchengröße gesucht habe, da ich die Muscheln nicht noch verändern wollte. Die fertigen Bilder sollten an ein Fantasiegeschöpf erinnern, da konnte ich keine riesen Oberweite gebrauchen, die vom eigentlichen Thema ablenkt ;)

Über das Headpiece habe ich ja bereits schon mal ein Tutorial geschrieben.


Die Schulterpanzer für das Wächterbild waren etwas tricky. Sie bestehen tatsächlich aus den zwei Teilen einer echten Muschel, die wahnsinnig schwer war, aber relativ genau auf die Schultern passt. Wir haben zuerst versucht hier ebenfalls Löcher zu bohren, aber die Muschelwand war einfach zu stabil. Also hat die gute alte Heißklebepistole das Problem lösen müssen. Wir haben einen alten Gürtel zerschnitten und diesen als Schlaufe an die Muschel angeklebt. Die hab ich auf den Bildern natürlich wegretuschiert ;)
Um das ganze Konzept der Wächterin/Kriegerin noch besser zu unterstreichen habe ich aus einem übriggebliebenen Netzstoff eine Art "Kettenhemd" gebastelt.

Last but not least - das Make-up. Hierum hat sich das Model, die liebe Sandra selbst gekümmert. Aus einer kleinen Auswahl an passenden Inspirationen hat sie eine ganz eigene Kreation aus wunderschönen blau-grün Tönen geschafffen. Uns war hierbei nur sehr wichtig, dass es nicht direkt nach Makeup aussehen, sondern wirklich Schuppen ähneln sollte. Da hatte Sandra auch die passende Idee; über einen Netzstumpf pinseln! So entstand das wundervolle Muster. Das ganze wurde mit Spray fixiert und hat sogar nach dem Tauchen noch ziemlich gut gehalten.

Das war sicherlich nicht meine letzte Arbeit aus dem Fantasybereich, ich hab sehr gefallen am Basteln gefunden und meine Schneiderin ist immer für neue Herausforderungen offen.

Zum Schluss möchte ich mich nochmal beim Freibad Falkenstein bedanken, die mir die Chance gaben, dort Unterwasserbilder zu schießen. Ich habe von dem netten Herren sogar eine Taucherausrüstung bekommen, damit ich unter Wasser bleiben konnte. Es hat so viel Spaß gemacht und so konnten wir einen der letzten warmen Augusttage wunderbar nutzen.